Berichte 2010

Berichte 2010/1

16. Mai, GP Cham-Hagendorn

160 km lang Druck auf dem Pedal. Aufgrund eines neuen Paragraphen aus dem Reglement, bekamen die Continental- und Continental Pro Fahrer 3 min Handicup auf den Rest des Feldes. So fuhren sowohl die vorderen, wie auch wir hinten vollgas. Meiner Meinung nach hat dies mit Radrennen nicht mehr viel zu tun und ich frage mich, wem dies was bringen soll!?
Dank der starken Führungsarbeit von Silvere erreichten Hubi und ich mit wenigen andern Continental Fahrern die Spitze des Rennens in der letzten von 17 Runden.
Ein Fahrer der vorne gestartet war, konnte sich noch absetzen und gewann solo. Dahinter fuhr Hubi alleine als starker 2. ein. Im Sprint um Rang 3 ging ich keine Risiken mehr ein, da es auf der letzten Runde zu regnen begann. Die 160 km mit Druck auf dem Pedal haben mir gezeigt, dass die Form ansteigt. Während der Bayern Rundfahrt will ich in Topform kommen.

13. Mai, Kriterium Diessenhofen

Mit Regen und nur 8 Grad zeigte sich das Wetter nach meiner Pause von der harten Seite. Meine treuen Fans liessen sich davon aber nicht abschrecken und feuerten mich lautstark an. Ich fuhr sehr aufmerksam, ohne grosse Risiken einzugehen. Schon bald setzte ich mich in einer 9-er Spitzengruppe ab. Anstatt so richtig in Fahrt zu kommen, setzte mir die Kälte aber immer mehr zu. Es gelang mir bei den Punktesprints nicht, ganz vorne mitzumischen.
Grund zur Freude bescherte uns der in Elgg wohnhafte Tristan, der das Kriterium für sich entschied.

1. Mai, Frankfurt

Mit Beni in der Spitzengruppe begann das Rennen gut für uns. Beim ersten Berg fuhr ich unten rein eine Attacke mit, wobei ich mir den Zahn zog. Danach war ich nur noch am Anschlag. Das war nicht mein Tag.
Nach einem Sturz an der Spitze fiel Beni ins Feld zurück. Danach konnten wir uns nicht mehr in Szene setzen.
Nun freue ich mich auf eine kurze Pause. Danach werde ich mich ab und zu an Schweizer Rennen zeigen, um die Form auf die Bayern Rundfahrt auf zu bauen.

25. April, Kriterium Uzwil

Die 48 Runden a 1.5 km verliefen sehr animiert und ich habe einen grossen Teil dazu beigetragen. Dadurch erreichten wir einen Schnitt von fast 45 km/h! Ich versuchte mehrmals weg zu kommen. 3 Teams, welche zu fünft oder sechst am Start waren, kontrollierten das Rennen geschickt und liessen mir fast keinen Spielraum. Ein paar Punkte konnte ich dennoch verbuchen.
Es war ein super Gefühl, wieder mal in der Nähe zu starten vor einer solchen Fan Gemeinde. Vielen Dank für die Unterstützung!

24. April, Giro di Festina

Das Feld musste Autos in Fahrtrichtung überholen. Ein Teil des Feldes links vorbei, der andere Teil rechts vorbei! Autos fuhren von den Seiten in die Strecke hinein und als noch einer mit 80 km/h ohne zu bremsen entgegen kam, war genug. Wir Fahrer protestierten und nach einer kurzen Diskussion mit der Polizei, brach der Rennleiter das Rennen nach gut 80 von total 150 km ab. Verständlich, denn diese Verantwortung hätte ich auch nicht übernehmen wollen!

21. April, bin zu Hause

Da unser Flug von Istanbul nach Bologna im letzten Moment annulliert wurde, schaffte ich es nicht mehr an den Start zum Giro del Trentino. Nach einer fast 30 Stunden dauernden Reise von Alanya nach Antalya, Istanbul, Rom, Mailand, Chiasso und Rothrist, bin ich todmüde zu Hause angekommen. Nun habe ich ein paar Tage Zeit, um mich zu erholen.

18. April, Türkei Rundfahrt

Ausser ein bisschen Windkante zu Beginn war es eine ruhige Etappe mit guten Strassen. Auf den letzten Kilometern dachte ich immer wieder an die 4 Massenstürze vom letzten Jahr. Seitlich versetzt fuhr ich viel im Wind mit einem Finger an der Bremse, um kein Risiko einzugehen. Erfreulicherweise ging alles gut.
Dank der Konstanz im vorderen Mittelfeld, erreichte ich im Gesamtklassement den guten 13. Rang. Grosse Akzente vermochte ich nach dem Sturz auf der 4. Etappe aber nicht mehr zu setzen. Sofern es der Flugverkehr zulässt, werde ich am Dienstag am Start des Giro del Trentino sein.

17. April, Türkei Rundfahrt

Die nur 114 km lange Etappe endete im Massensprint. Unterwegs waren die Strassen kurz nass, was bei diesem Belag unheimlich gefährlich ist. Mein Hinterrad rutschte auf der geraden Strasse hin und her! Zum Glück trocknete es wieder ab. Am Ende arbeiteten wir gut zusammen, um Siedler in eine aussichtsreiche Position zu bringen. Columbia fuhr zu schnell in die letzte Kurve, die gefährlich zu machte. Ein grosser Massensturz folgte. Ich traute mich nicht voll zu bremsen, da ich Angst hatte, auszurutschen. Anstatt auf dem Asphalt zu liegen, zog ich das Blumenbeet vor. Leider waren es stachelige Rosen, die meine Haut aufkratzten. Es sah schlimmer aus als es war :-)
Clemens kam am Sturz vorbei und holte für unser Team den guten 4. Platz.

16. April, Türkei Rundfahrt

Ich kannte die Etappe vom letzten Jahr, doch die Strassen haben in der Zwischenzeit gelitten. Bald habe ich Blasen an den Händen und Füssen. Dazu bekam ich heute starke Rückenschmerzen.
Beim Haupthinderniss zeigte sich Hubi in einer super Verfassung. Auf dem Bergpreis waren nur noch 5 Mann mit ihm. Ich wurde distanziert, konnte aber mit dem Columbia-Express um Greipel in der Abfahrt wieder aufschliessen. Die letzten 30 km war das Tempo enorm hoch, um die Spitzengruppe noch zurück zu holen. Hasi sprintete auf den starken 5. Rang.

15. April, Türkei Rundfahrt

Mit 220 km war der Tag sehr lang, aber zum Glück für mich ruhig. Nach dem Sturz von gestern tat mir alles bisschen weh.
Anders war es für meinen Teamkollegen Sokoll, der vom Start bis kurz vor dem Ziel in einer 6-er Fluchtgruppe fuhr! Auf 1600 m über Meer passierten wir das Dach der Tour. Die folgende lange Abfahrt runter zum Meer war besonders mühsam, da ich bei dem rauhen Belag durch die Vibrationen Fussbrennen bekam. Im Massensprint siegte erneut Greipel.

14. April, Türkei Rundfahrt

Das war ein sch... Tag. Dabei hat er so gut begonnen. Ludi war in einer 3-er Fluchtgruppe. Dadurch mussten wir hinten nichts machen.
Cofidis wollte ihre Leaderposition nicht verteidigen, was das Rennen brutal machte. Ständige Attacken, 209 km, 3300 Höhenmeter und 6:30 h Fahrzeit! Bei der Hälfte waren Hubi und ich in einer kleinen Gruppe hinter der Spitze, doch es harmonierte nicht. Etwa 50 km vor dem Ziel erwischte ein CCC-Fahrer vor mir auf der Kante einen orangen Pilon und stürzte. Ich fuhr auf sein Hinterrad und hob ebenfalls ab. Vor allem mein linker Ellbogen und die Hüfte sind stark aufgeschürft. Danach wollte ich nur noch ins Ziel.

13. April, Türkei Rundfahrt

Die Etappe war identisch mit der letztjährigen, wo es bei Regen so viele Stürze gab und auch mich bei der letzten Abfahrt erwischte. Wegen diesen Erinnerungen fuhr ich die Abfahrten bei manchmal fast 100 km/h wie ein Anfänger runter. Ich hatte Angst, aber eigentlich war es kein Problem.
Bis zum letzten Anstieg 7 km vor dem Ziel waren wir immer in den wichtigen Gruppen dabei. Dann reichten die Kräfte nicht mehr, um der 6 Mann Spitzengruppe zu folgen. Im Aufstieg machten Hubi und ich das Tempo und in der Abfahrt kam noch Clemens hinzu. Unterstützung bekamen wir nur von einem Columbia Fahrer. Wieso auch immer.

12. April, Türkei Rundfahrt

Ich bin geschüttelt, nicht gerührt. Der Belag hier in der Türkei auf der 2. Etappe ist nicht zum Radfahren geeignet. Meistens führte die Strecke über groben Rollsplitt, der erstens nicht rollt und zweitens kräftig schüttelt.
Hubert Schwab zeigte eine starke Leistung in der Fluchtgruppe. Am Ende kam es aber zum Massensprint. Ich wurde überrascht von der letzten Steigung wenige Kilometer vor dem Ziel. Ans Etappenprofil konnte ich mich nicht mehr genau erinnern. Zudem funktionierte mein Funk nicht mehr. Meine Teamkollegen Silvere und Clemens waren sehr aufmerksam. Es passierte aber nichts entscheidendes.

11. April, Türkei Rundfahrt

Ich war sehr froh, dass wir zum Auftakt der Türkei-Rundfahrt in Istanbul nicht mehr die gefährliche Etappe vom letzten Jahr fahren mussten. Diesmal stand ein 6 km langes Einzelzeitfahren mit normalem Material auf dem Programm. Die kriminelle Kopfsteinpflasterabfahrt vom letztjährigen Rundkurs musste in umgekehrter Richtung hinauf ins Ziel bewältigt werden.
Durch den starken Wind war es schwierig, den Rhythmus zu finden. Mir gelang es recht gut. Kurz vor dem Ziel brach eine Speiche meines Hinterrades. Da das Laufrad gekreuzt eingespeicht ist, konnte ich weiter fahren, ohne dass es streifte.
Nun muss ich schon wieder packen. Heute Abend fliegen wir weiter nach Izmir und reisen noch ein Stück mit dem Bus, bis zum morgigen Startort.

5. April, Settimana Lombarda

Ein schöner Erfolg für unser Team Vorarlberg-Corratec zum Abschluss!
Die Etappe mit zwei Pässen war unglaublich schnell. Nach gut 150 km resultierte ein Stundendurchschnitt von fast 45 km! Ich war meistens am Limit, wollte aber unbedingt dranbleiben, da mir die Zielankunft über den Hügel von Bergamo mit der 3 km langen Abfahrt liegt. Mit Hilfe von Silvere und Hubi schaffte ich immer wieder den Anschluss.
Dank der Erfahrung aus den letzten Jahren konnte ich meinen Teamkollegen bei der Schlüsselstelle, einer engen Kurve vor dem Hügel in Bergamo, genau sagen, wann wir vorne sein mussten. Silvere setzte die Anweisung optimal um. Ich fuhr als 5. um die Kurve und liess mich über den Hügel nicht mehr abhängen. Im Sprint wurde ich nach langem Warten gemäss Fotofinisch 2.! Es nervte mich, dass ausgerechnet ein Rückkehrer nach einer Dopingsperre so knapp vor mir war.
Nach dem Rennen besuchten wir Martin, der gestern am Oberschenkel operiert wurde. Ich hoffe, er kann bald nach Hause und wird sich dort gut erholen. Bei mir geht es am Sonntag bereits weiter mit der Türkeirundfahrt. Ihr könnt das Etappenrennen live im Eurosport mitverfolgen.

4. April, Settimana Lombarda

Bei der zweiten Bergetappe regnete es leicht. Nebst der super Unterstützung von Rita und Wolfi, hatte ich heute eine zusätzliche Motivation. Mein Götti überraschte mich mit einem Besuch.
Nachdem die Spitzengruppe mit Silvere eingeholt wurde, entschied ein 4 km langer Berg mit 400 Höhenmeter 6 km vor dem Ziel das Rennen. Wir schauten uns die Abfahrt ins Ziel vor dem Start an, was mir einen wichtigen Vorteil brachte.
Socke und Sebastian halfen mir, um möglichst weit vorne in den Berg zu fahren. In den steilen Rampen hatte ich zu beissen. Eine kleine Lücke zur ersten Gruppe riss auf, doch ich kehrte in der Abfahrt wieder zurück. 100m vor dem Ziel schloss ich gerade wieder zur Gruppe auf!
Während der Etappe verloren wir Martin Schöffmann durch einen Sturz in einer Abfahrt. Unglücklicherweise hat er sich den Oberschenkelhals gebrochen! Ich wünsche ihm gute Besserung und hoffe, er kehrt schnell wieder zurück.

3. April, Settimana Lombarda

Die erste Bergetappe habe ich gut überstanden. Die Anstiege waren nicht sehr steil, was mir entgegen kam. Durch eine starke Fluchtgruppe wurde das Team vom Leader gezwungen, den ganzen Tag ein hohes Tempo anzuschlagen. Zum Glück regnete es erst im Schlussanstieg. Damit blieb uns einiges erspart.
Erfreulicherweise konnte ich mich mit dem Weizen behaupten und fuhr knapp an den ersten 10 vorbei :-)

2. April, Settimana Lombarda

Die zweite Flachetappe endete bei schönem Wetter im Massensprint. Sebastian Siedler holte für unser Team einen guten Rang in den ersten zehn.
Das Tempo unterwegs war gemütlich. Dafür im Finale umso schneller. Das Gedränge war mühsam. Fast jeder wollte mitsprinten, was bei den vielen Verkehrsinseln und Kreiseln unweigerlich zu stürzen führt. Morgen wird sich in den Bergen die Spreu vom Weizen trennen. Ich hoffe beim Weizen zu bleiben ;-)

1. April, Settimana Lombarda

Heute beneidete uns wohl niemand des Berufes. Es schüttete aus vollen Kübeln bei 10 Grad. Bei einem Feld von fast 200 Fahrern ist das Gedränge besonders gross. Dazu eine verspritzte Brille, da muss man immer 100% konzentriert sein. Die flache Etappe wurde um eine Runde bzw. 20 km gekürzt, zum Vorteil der 3 Ausreisser, die durchkamen. Ich meinerseits war sehr froh über die Verkürzung. So nahm das Frieren endlich einmal ein Ende.

31. März, Settimana Lombarda

Mit 6.6km vollgas bergauf ging die Settimana Lombarda los. Ein Bergzeitfahren ist besonders schwer, da du immer am Limit fahren musst, aber ja nie darüber. Sonst stehst du und kannst dich nicht mehr erholen.
Mir gelang vom Gefühl her die erste Hälfte sehr gut. Danach war ich im Elend und konnte nicht mehr zusetzen. Im Ziel fehlte mir eine Minute auf die Bestzeit und viele Fahrer waren noch am Start. Berge sind nicht mein Spezialgebiet.
Ein besonderer Genuss ist unser Hotel in der Nähe des Flughafens von Bergamo. Das AS Hotel Winter Garden ist mit allen modernen Ausstattungen bestückt, die man sich wünschen kann. Hier bleiben wir gerne bis Ostermontag ;-)

27. März, Settimana Coppi e Bartali

Zum Abschluss wartete wieder eine altbekannte Etappe mit sechs Anstiegen auf uns. Bereits beim ersten Berg drückte Colnago dermassen aufs Tempo, dass ich kurz vor dem Explodieren stand. Grosse Auswirkungen hatte die Aktion aber keine, da fast alles zusammen blieb. Danach wurde es rhythmischer und das erwartete Ausscheidungsfahren nahm seinen Lauf.
Unser Ziel war Retos Gesamtrang zu halten bzw. zu verbessern. Darum fuhr ich mit ihm am Hinterrad als erster in die letzte Steigung. Danach musste ich ausklinken.
Da es heute nochmals richtig gut lief, bin ich zuversichtlich für die Settimana Lombarda. In den drei freien Tagen wird sich auch die Sehnenscheidenentzündung am rechten Unterarm, welche seit einigen Tagen etwas schmerzt, erholen.

26. März, Settimana Coppi e Bartali

Das Etappenprofil entsprach dem Gegenteil von gestern. Anstelle der Berge wurde der Wind zum Knackpunkt. Auf den letzten Kilometern zerriss es auf der Windkante das ganze Feld in kleine Gruppen. Dank der starken Hilfe von Silvere fanden Reto und ich in der zweiten Gruppe unterschlupf. Als es diese nochmals teilte waren wir beide in der dritten Gruppe. Ich gab nochmals alles, um Reto, der im Gesamtklassement gut drin liegt, zu unterstützen.

25. März, Settimana Coppi e Bartali

Ein ganz hartes Stück ist hinter uns. Den ganzen Tag ging es rauf und runter. Gut 3000 Höhenmeter sammelten sich an!
In den steilen Rampen des zweitletzten Berges musste ich die erste Gruppe ziehen lassen.
Schade hatten Hubi und Reto, die vorne dabei blieben, einen platten Reifen vor dem letzten Berg. Dadurch konnten wir nicht in die Entscheidung eingreiffen.

24. März, Settimana Coppi e Bartali

Mit meiner Erfahrung aus den letzten Jahren war mir klar, dass es heute richtig zur Sache geht. Ich schaffte es bei dieser Etappe noch nie in die erste grosse Gruppe. Das wollte ich heute ändern.
Als sich zu Beginn eine 15-er Spitze ohne uns bildete, waren wir gefordert. Souverän holten wir die Ausreisser wieder zurück.
Die Entscheidung fiel auf den letzten zwei knapp 7 km langen Anstiegen. Es gelang mir tatsächlich die erste grosse Gruppe zu halten, doch ärgerlicherweise riss in der 25 km langen Abfahrt ins Ziel eine Lücke auf und ich wurde distanziert. Mittlerweile bin ich in einem Alter wo ich mir in dieser Situation sage, Hauptsache heil im Ziel angekommen.

23. März, Settimana Coppi e Bartali

Nach einem Jahr Pause sind wir wieder bei der Settimana Coppi e Bartali dabei. Am ersten Tag gab es gleich zwei Etappen.
Am Morgen fuhren wir ruhig bis zu den letzten 10 km. Grund dafür waren spiegelglatte Strassenabschnitte, auf denen einige Fahrer einfach wegrutschten. Im Massensprint erreichte Siedler einen Top Ten Rang.
Beim Mannschaftszeitfahren am Nachmittag hatten wir keine Ambitionen, da wir nie zusammen trainiert hatten und einige zum ersten mal auf dem Zeitfahrvelo sassen. Ich hoffe es gibt noch einen kleineren Zeitfahrhelm. Der neue von Limar sieht optisch zwar nett aus, ist für meinen Kopf aber zu gross.

21. März, Leonding

Die Erfolgsmeldungen vom Team Vorarlberg-Corratec halten weiter an! Beim Saisonstart in Österreich bildete sich nach rund der Hälfte der 150 km eine vorentscheidende 15-er Spitzengruppe mit Beni und Reto. Meine beiden Teamkollegen liessen sich vom Regen und Dreck nicht aufhalten. Mit dem Sieg durch Beni, der damit auch das Leadertrikot im Tchibo Cup holte, und Reto auf dem 3. Rang war der Triumpf perfekt!
Ich kam im Feld ins Ziel und freute mich auf eine gründliche Reinigung unter der Dusche ;-)

14. März, Wie vor 3 Jahren!

Der Giro del Mendrisiotto, dieses Jahr als nationales Rennen ausgeschrieben, war eine willkommene Startgelegenheit. Bei wolkenlosem Himmel und 15 Grad bildete sich Mitte Rennen eine 5-er Spitzengruppe.
Auf der viertletzten von 11 Runden sorgten wir vom Team Vorarlberg-Corratec am Berg für die Vorentscheidung. Silvere Ackermann und Hubert Schwab machten richtig Dampf und ich zog über den Berg hinaus durch. Das Feld wurde sehr klein und die Spitzengruppe wieder gestellt.
Bei einer Ablösung merkte ich, dass mir keiner mehr folgte. 2 Fahrer schlossen noch zu mir auf. Später kamen nochmals 3 Fahrer hinzu und so nahmen wir zu sechst den letzten Anstieg und die letzten 7 km in Angriff. Ein Fahrer von Atlas attackierte. Ich folgte mit einer Lücke von rund 20 Metern. Die anderen 4 Fahrer waren geschlagen. Bis 3 km vor dem Ziel liess ich die Lücke in etwa gleich. Dann fuhr ich auf den Atlas-Fahrer auf, attackierte sofort und zog durch!
So durfte ich die schönste Art zu gewinnen geniessen. Ganz alleine und ohne Stress ;-)
Ein grosses Dankeschön meinen  Teamkollegen, Betreuern und Fans an der Strecke. Diesen Sieg widme ich Martin Bärtsch. Mit einer geplatzen Halsschlagader ist er nur knapp dem Tod entronnen. Meine Gedanken sind oft bei ihm und ich wünsche ihm alles Gute und schnelle Besserung.

6. März, Neue Sponsoren

Ihr habt es sicher schon bemerkt. Mit Stolz kann ich vier neue Partner meiner Homepage vermelden. Winforce und Top Level versorgen mich diese Saison mit hochwertiger Nahrungsergänzung, BBB rüstet mich nebst trendigen Brillen mit jeglichem Zubehör rund ums Velofahren aus und die Vibraplast AG aus Aadorf, Spezialisten für Lärmschutz, Schwingungsisolation, Schaumstofftechnik, Elastomer- und Kunststofftechnik sowie Antriebs- und Fluidtechnik, wird nebst der Homepage mein Trikot schmücken.

Am 14. März werde ich beim Giro del Mendrisiotto am Start sein. Ich hoffe auf besseres Wetter als in Lugano und freue mich auf viele Fans.

28. Februar, GP di Lugano

Der GP Lugano endete in einem Skandal! Schon früh bildete sich eine 26-er Spitze mit Camusso und Hubi von unserem Team. Als die Gruppe in der 3. Runde gestellt wurde, bildete sich eine neue, ca. 15 Mann starke Spitze. Ich befand mich im Hauptfeld. Im Aufstieg zum Monte Bré knallten die ersten Fahrer der Spitzengruppe in einer Linkskurve in ein entgegenkommendes Auto! Daraufhin stoppten alle Fahrer und wir wollten das Rennen abbrechen. Bei 6 Grad und Regen begann eine Diskussion mit den Kommissären. Total unterkühlt, entschied ich mich, mit den meisten Fahrern umzudrehen.
Nach der Dusche erfuhr ich, dass rund 30 ganz schlaue Fahrer noch eine Runde, also total 4 anstatt der geplanten 5 Runden absolvierten und das Rennen gewertet wurde. Einige, die mit mir umdrehten, sollen auf der letzten Runde sogar einfach wieder ins Rennen eingestiegen sein!
Es tut mir leid, dass der GP Lugano so endete. Ein ganz grosses Dankeschön an die super Unterstützung meines Fan-Klubs. Ihr seid Spitze!

27. Februar, GP Insubria

Bis zu den 2 Schlussrunden a gut 7 km mit einer Steigung von 2 km verbrachten wir ein ruhiges Rennen. Eine 5-er Spitzengruppe fuhr voraus und wurde wieder gestellt.
Die 2 Schlussrunden waren schwerer als ich erwartet hatte. Meine Vorarlberg-Corratec Teamkollegen unterstützten mich vor dem Berg gut. Voll am Anschlag fehlte mir noch ein kleines bisschen für die erste grössere Gruppe. Hubert Schwab zeigte eine starke Leistung und fand darin unterschlupf. Er kam in den ersten 20 ins Ziel.
Nun hoffen wir morgen in Lugano auf die Gnade von Petrus. Es ist Regen bei 5 Grad angekündigt :-(

20. Februar, Trofeo Laigueglia

Meine Form steigt weiter an. Während den gut 180 km galt es vier harte Anstiege zu bezwingen. Die ersten beiden kam ich gut mit. Beim dritten, etwas steileren Berg, bekam ich eine Lücke zu den Ersten. Diese konnte ich nach dem Kulminationspunkt mit einer Gruppe wieder schliessen.
Beim letzten Anstieg fand ich den Rhythmus nicht sofort. Das Loch zur ersten Gruppe riss auf. Danach vermochte ich ein Stück lang das Tempo der Ersten zu halten, aber ich kam nicht mehr näher. Als Gegenwind aufkam, liess ich mich von der Gruppe hinter mir einholen. Zusammen fuhren wir über den letzten Bergpreis und ins Ziel.
Nun freue ich mich auf den Saisonstart nächstes Wochenende in der Schweiz. Wenn ich nochmals einen Sprung mache, liegt beim GP Insubria am Samstag etwas drin. Hoffen wir das Wetter spielt mit
.

6. Februar, GP Costa Etruschi

Das erste Eintagesrennen wies keine grossen Hindernisse auf. Zu Beginn der 200km setzte sich Reto alleine vom Feld ab. Danach war es eine ruhige Fahrt.
Als einmal kurz Regen einsetzte wurde es nervös, da die Strassen sehr rutschig waren. Der grossteil des Feldes blieb aber zusammen. Reto wehrte sich tapfer, bis er 25km vor dem Ziel wieder gestellt wurde.
Im Massensprint half mir Hubi in eine gute Position. Für ganz nach vorne reichte meine Form noch nicht. Der Druck auf's Pedal hat sich aber schon deutlich verbessert. Zusammen mit Beni fuhr ich um den 20. Platz ein.

2. Februar, Giro Calabria

Bei der abschliessenden Flachetappe zeigte sich unser Beni (Benetseder) von seiner starken Seite. Nachdem gestern Silvere unser Team in der Spitzengruppe vertrat, fuhr Beni heute 130 km in einer Dreiergruppe voraus. Im Feld war es abgesehen von teilweise schlechten Strassen und Seitenwind ruhig. Es kam auf den nassen Strassen zum erwarteten Massensprint. Ich umkurvte den Massensturz und versuchte Hubi, der im Gesamten am besten platziert ist, aus der Gefahrenzone im Feld rauszuhalten.
Mit dem guten Tagesergebniss von Rene sowie Reto und Hubi in den ersten 20 des Gesamtklassementes können wir mit dem Start in die Saison zufrieden sein.

1. Februar, Giro Calabria

Heute Morgen stand ich ring auf. Erstmals ohne den Muskelkater in der hinteren Oberschenkelmuskulatur, den ich mir letzten Mittwoch im Hallentraining geholt hatte. Anfangs versuchte ich zweimal mit einer Attacke wegzukommen. Im starken Gegenwind war aber nicht viel auszurichten.
Als es nach 80 km in die Hügel ging schwanden meine Kräfte. Nach einem letzten Getränkeservice für meine Teamkollegen liess ich den Schlussanstieg ruhig angehen.

31. Januar, Giro Calabria

Vor dem Start wollte ich am liebsten im Auto bleiben. Regen und zwischendurch Hagel bei 6 Grad Celcius liessen nichts gutes erwarten. Zum Glück besserte sich das Wetter dem Meer entlang Richtung Süden. Mit Sonnenschein stieg die Temperatur auf angenehme 15 Grad. Die Hauptschwierigkeit war ein kräftiger Seitenwind, doch das Feld blieb zusammen und es gab einen Massensprint.
Eine Schrecksekunde erlebte ich 10 km vor dem Ziel. Als ich mir ein Gel in den Mund drückte, fuhr ich voll in ein Loch hinein. Es schlug mir fast den Lenker aus der Hand. Mit etwas Glück und einer starken Rückenmuskulatur konnte ich mich gerade noch auffangen.

30. Januar, Giro Calabria

Zum Saisonstart in Kalabrien erhielten wir mit einem Berg mit 1000 m Höhenunterschied gut 20km vor dem Ziel eine schöne Herausforderung. Nach rund der Hälfte des Anstieges musste ich reissen lassen. Einsetzender Regen und zeitweise Hagel erschwerten die Abfahrt. Bäche überfluteten die Strassen. Trotz Thermogilet und Regenschutz war ich total unterkühlt. Mein ganzer Körper zitterte, wodurch ich das Rad fast nicht mehr kontrollieren konnte. Irgendewie schaffte ich es ins Ziel.
Bereits in guter Form präsentierte sich Hubert Schwab von unserem Team Vorarlberg-Corratec. Er überquerte den Bergpreis mit den ersten
.