Berichte 2012

21. Februar, Vuelta Andalucia

Die ersten Berge haben wir gut überstanden. Matthias verlor zwar einige Plätze im Gesamtklassement, aber er ist immer noch in den Top Ten.
Ich wollte bei der heutigen Bergankunft sehen, wo ich stehe. Bis einen Kilometer vor dem Ziel hielt ich mit den ersten mit. Als es dann bis knapp 20 Prozent steil wurde, reichte die Form nicht mehr um dran zu bleiben. Ich bin aber zufrieden mit meiner Leistung.

20. Februar, Vuelta Andalucia

Die erste Etappe führte uns über 200 Kilometer vom Atlantik ans Mittelmeer nach Malaga. Beim Kilometer null setzten sich mit der ersten Attacke vier Fahrer ab. Danach war es eine ruhige Fahrt bis zum Finale.
Dei Fahrer konnten sich gerade noch vor dem heran sprintenden Feld ins Ziel retten. Wir wollten den Sprint für Schorni vorbereiten. Leider fanden wir uns bei der Hektik nicht gut zusammen.
Morgen steht mit einer rund 10 Kilometer langen Bergankunft der ersten Kategorie die wahrscheinlich schwerste Etappe auf dem Programm.

19. Februar, Vuelta Andalucia

Zum Auftakt in die neue Rennsaison ging es gleich zur Sache. Das 6 Kilometer lange Einzelzeitfahren zum Start der Andalusien Rundfahrt war technisch einfach. 3 flache Kilometer geradeaus, dann wenden und wieder zurück. Ich fuhr einen schönen Rhythmus mit hoher Trittfrequenz, aber mit zu wenig Krafteinsatz auf diese kurze Distanz. Wenn ich ein oder zwei Gänge schwerer geschalten hätte, wäre ich wohl schneller gewesen. Es war aber ein gutes Gefühl, wieder einmal vollgas zu fahren.
Einen super Einstand im Team NetApp hatte Matthias Brändle als 6. Er verlor nur 10 Sekunden auf die Siegerzeit.

20. Januar, Mallorca

Dank des guten Wetters konnten wir unsere langen Grundlagenausfahrten auf Mallorca durchziehen. Ich kam bisher allgemein sehr gut durch den Winter. Da es noch einen Monat bis zu meinem ersten Rennen dauert, reichen mir zur Zeit ruhige Ausfahrten mit Kraftausdauereinheiten am Berg. So kommen schon mal 200 Kilometer bzw. 6.5 Stunden pro Tag zusammen. Morgens und abends absolvieren wir zudem ein Dehn- und Stabilisationstraining. Für die Stabilisationsmuskulatur bringen wir einen langen Stab, den wir in der Mitte festhalten, in Schwingung. Die Rumpfmuskulatur muss dabei möglichst ruhig gehalten werden, um die Kräfte der Schwingungen auszugleichen.
Sechs Fahrer unseres Teams sind heute bereits nach Argentinien zum ersten Rennen abgereist. Ich hoffe, es gelingt ihnen ein guter Saisonstart. Das Highlight in diesem Jahr wird sicher der Giro d'Italia werden. Wie ihr vielleicht gehört habt, bekamen wir eine Einladung. Ich möchte dort unbedingt dabei sein, da mir die Erfahrung einer dreiwöchigen Rundfahrt noch fehlt.