Berichte 2006

Berichte 2006/02

25. Juni, Schweizermeisterschaft Strasse
Auch heute kam ich nicht mehr auf Touren.
Die kommende Pause wird mir sicher gut tun...
23. Juni, Schweizermeisterschaft Einzelzeitfahren
Leider kam ich nicht auf Touren. Es fehlte mir die Kraft, um richtig schnell zu fahren. Ich weiss nicht, ob ich einen schlechten Tag hatte oder ob es Auswirkungen der Magen-Darm-Erkrankung während der Tour de Suisse waren. Der Sonntag wird mir Klarheit verschaffen.
16. Juni, Tour de Suisse, 7. Etappe
Frühzeitiges Ende meiner Tour de Suisse. Heute morgen war ich zur Aufgabe gezwungen.
Nach einer fast schlaflosen Nacht, musste ich mich am Morgen mehrmals übergeben. Dazu hatte ich noch Durchfall zu beklagen. Ich fühlte mich kraftlos, hatte mich kaum regeneriert und nach Essen war mir auch nicht zumute. So machte eine Weiterfahrt kein Sinn. Schade, denn gestern war ich noch sehr guten Mutes.
Die gleichen Symptome beklagten auch meine Teamkollegen. Nur einer konnte das Rennen fortsetzen, was für unser Team LPR ein Debakel ist!
15. Juni, Tour de Suisse, 6. Etappe
Die härteste Etappe fuhr ich lange in der Flucht.
Kurz nach dem Start setzten sich 6 Fahrer ab. Ich folgte dahinter in einer Vierergruppe mit 30 Sekunden Rückstand. Leider gelang es uns nicht, die Lücke zu schliessen. So überquerten wir den Furka- und den grössten Teil des Oberalppasses zwischen Spitze und Feld. 1km vor dem Bergpreis auf dem Oberalp liessen wir uns dann wieder einholen, da die Lücke zur Spitze immer grösser wurde.
Am Albula legten die Superstars los und ich leidete, bis alle 4'500 Höhenmeter vorbei waren...
Das war trotz aller Strapatzen ein schöner Tag. Als 7. auf dem Furka bin ich nicht alle Tage ;-)
14. Juni, Tour de Suisse, 5. Etappe
Das war eine lange Etappe, aber topographisch nicht so schwierige.
Ich versuchte möglichst ruhig durch zu kommen, denn einerseits steckte mir die gestrige Etappe noch tief in den Knochen und andererseits wartet morgen die Königsetappe
.
13. Juni, Tour de Suisse, 4. Etappe
Dies war meine stärkste Etappe bis jetzt. Ich war wieder sehr aktiv und konnte mich nach vielen Versuchen mit 22 Fahrern vom Feld absetzen. Darunter waren auch einige Favoriten auf das Gesamtklassement, wie z. B. Ullrich und Zberg. Im ersten grossen Hinderniss des Tages sprengte es unsere Gruppe auseinander. Es blieben noch 10 Fahrer vorne und ich wurde mit den restlichen wieder eingeholt.
Auch nach dem Berg musste ich kräftig in den Lenker beissen. Im Faden mit 60km/h durch den Jura, bis die anderen 10 auch eingeholt wurden.
Am letzten Anstieg wurde das Feld nochmals geteilt. Bei mir, wie auch bei vielen andern, war der Tank leer und so kam ich auf den letzten Kilometern endlich zum Essen und Trinken...
12. Juni, Tour de Suisse, 3. Etappe
Der heutige Tag war ein harter Brocken.
Ich liess erneut viele Kräfte für einen Fluchtversuch, ohne grossen Erfolg. Die Streckenführung war sehr nervös. Ein stetiges auf und ab, sowie links und rechts, dazu schmale Strassen.
In der Hitze schmolzen meine Kräfte dahin. Ich kam im Gruppetto ins Ziel.
11. Juni, Tour de Suisse, 2. Etappe
Grosser Tag für unser kleines Team LPR!
Die erste Fluchtgruppe des Tages gehörte mir. Zu Dritt setzten wir uns nach vielen Versuchen ab. Doch schon nach wenigen Kilometern war es Bettini höchstpersönlich, der das Loch in einer Steigung wieder zu fuhr. Als das Tempo danach zusammenfiel, fuhr unser Daniele Contrini auf und davon, und ward nie mehr gesehen!
Nach einer langen Soloflucht der verdiente Etappensieg. Was für ein Erfolg!
Die für einmal rennmässige Fahrt durchs Tösstal war super. Ich hörte viele Fans und sah einige RMV Elgg Trikots. Vielen Dank!!!
10. Juni, Tour de Suisse, 1. Etappe
Der Start zur Tour de Suisse war recht gemütlich. Es haben wohl noch andere Respekt vor der Strecke, als nur ich.
Da wir dann aber nicht in der Flucht vertreten waren, musste ich viel arbeiten, um das Loch wieder zu schliessen. Leider nützte es nicht viel, denn unser Sprinter fiel auf dem anspruchsvollen Rundkurs zurück.
Auf die morgige Etappe freue ich mich ganz besonders. Bei der Fahrt durchs Tösstal hoffe ich auf eine grosse Unterstützung am Strassenrand...
8. Juni, Tour de Suisse
Ein Bubentraum geht in Erfüllung!
Heute Abend bekam ich vom Team LPR die definitive Zusage für die Tour de Suisse. Einige von euch werde ich sicher am Strassenrand sehen...
4. Juni, GP Gippingen
In diesem Rennen durfte ich mich vom Team aus auf das Finale konzentrieren und das wollte ich auch.
In der 2. von 10 Runden bildete sich eine Spitzengruppe mit 22 Fahrern. Darin waren alle grossen Teams vertreten, wodurch der Vorsprung schnell anstieg. Wir hatten keinen Grund zum reagieren, da uns Maserati in der Spitze vertrat.
Bald zeigte sich, dass bereits eine Vorentscheidung gefallen war. Ich versuchte mit einer kleinen Gruppe nochmals nach vorne zu kommen, doch ich fand zu wenig Unterstützung. Somit fand das Finale ohne mich statt.
Ich konzentrierte mich zu sehr auf den Schluss und verpasste dabei die Vorentscheidung. Um so ärgerlicher, da ich vom Team her freie Fahrt bekam.
28. Mai, Belgien Rundfahrt, 5. Etappe
Gleich zu Beginn der Etappe absolvierten wir eine Steigung. Ich setzte mich mit einigen prominenten Fahrern vom Feld ab. Nach der Steigung fuhren wir voll in den Wind hinein. Hinten splitete sich das Feld auf und eine kleine Gruppe mit allen Favoriten schloss zu uns auf. Es folgte ein hartes Verfolgungsduell, bis der Grossteil wieder aufschloss.
Danach war mit der Luft in der Lunge auch das Tempo raus. Als sich sogar noch die Sonne zeigte, genoss ich für einen Augenblick Belgien.
Zum Schluss der Massensprint, bei dem ich unsere zwei Stärksten so gut wie möglich aus dem Wind nahm.
Diese Rundfahrt gab mir nach der Pause den wichtigen Rennrythmus zurück. Trotz schlechtem Wetter habe ich es sehr gut überstanden und binn schon heiss auf die nächsten Rennen...
27. Mai, Belgien Rundfahrt, 4. Etappe
Ich attackierte fünf mal erfolglos, um in eine Fluchtgruppe zu kommen. Als ich dann richtig im Elend war, lief die Gruppe - leider ohne mich, aber mit drei Teamkollegen von mir.
Auf den letzten 50km begannen die Steigungen. Ich erholte mich wieder und fühlte mich auf den ansteigenden Strassen, nach dem vielen Training in der Höhe, einiges besser als auf der Fläche. So unterstützte ich Khalilov tatkräftig, der sich im Gesamtklassement nochmals verbesserte.
Um den Tagessieg kämpfte die Fluchtgruppe, schade war ich nicht dabei...
26. Mai, Belgien Rundfahrt, Etappen 3a + 3b
Das Zeitfahren am Morgen fuhr ich voll, verlor aber in den Kurven viel Zeit, da ich auf den nassen Strassen nichts riskierte. Der Sieger des Rennens startete direkt hinter mir. Wie der mich überholte, war sehr eindrücklich!
Auf der Etappe am Nachmittag regnete es kräftig weiter. Ich fand in einer guten 'Fuga' unterschlupf. Nach einigen Kilometern wurde das Loch aber wieder zu gefahren, da einer aus der Gruppe vorne im Gesamtklassement platziert war :-(
Im Finale arbeiteten wir für Kalilov, der einen weiteren guten Rang heraus fuhr.
Nun freue ich mich auf morgen, da wir erstmals einige Steigungen im Profil haben.
25. Mai, Belgien Rundfahrt, 2. Etappe
Meine Versuche, in einer Fluchtgruppe unter zu kommen, scheiterten leider. Als die richtige Flucht lief, war ich einen Moment zu unaufmerksam.
Am Ende gab es aber sowieso einen Massensprint und dieser war richtig gefährlich.
24. Mai, Belgien Rundfahrt, 1. Etappe
Das Rennen war wie so oft in Belgien sehr hektisch. Schon nach wenigen Kilometern bildete sich eine grosse Spitzengruppe auf der Windkante. Diese fuhr bis ins Ziel durch.
Dahinter wurde das Feld durch den starken Wind immer wieder in Gruppen gerissen. Mir erging es einiges besser als bei den 3 Tagen von de Panne.
Zum Schluss waren wir dann noch ein Feld von ca 70 Fahrer hinter der Spitze.
14. Mai, Kriterium Uzwil
Diese und letzte Woche verweile ich nachts über für ein Höhentrainingslager auf dem Säntis rund 2500m über Meer. Dort möchte ich mir den letzten Schliff für den nächsten Rennblock holen. Ich geniesse die Ruhe mit dem herrlichen Ausblick über 6 Länder...
Gestern startete ich noch am Kriterium in Uzwil. Meine sehr aktive Fahrweise zeigte mir meinen guten Formstand auf. Gerade richtig zum Muttertag gab es dafür als Belohnung einen Blumenstrauss, den ich natürlich sofort weiterreichte ;)
30. April, Tour de Romandie - 5. Etappe
Mit dem Schlusszeitfahren wollte ich mich nochmals zeigen. Ich startete sehr schnell - zu schnell, denn auf den letzten 5km vom See hinauf ins Ziel stand ich still. Mein Motor war überdreht, was sich in diesen Rampen knadenlos auf die Zeit auswirkte :-(
Dank dem super Prolog war die TdR eine tolle Erfahrung. Nun werde ich mich ein paar Tage zurücklehnen, bevor ich die nächsten Ziele in Angriff nehme.
29. April, Tour de Romandie - 4. Etappe
Endlich konnte ich die ganze Nacht durchschlafen. Trotzdem war mir danach, noch stundenlang weiter zu schlafen.
Für die Etappe hatte ich nur ein Ziel, den Kontrollschluss. Erschwert wurde dies durch einen starken Wind. Der erste Berg war richtig steil. Das Feld wurde auseinander gerissen und ich kämpfte, um eine gute Gruppe zu erwischen. Nach dem Bergpreis gelang mir dann auch der Anschluss an ein Grüppchen, doch schon während der Abfahrt riss ein Fahrer in der Gruppe ein Loch auf und wir waren nur noch zu viert. Ich befürchtete schon das Schlimmste, den zu viert in diesem Wind bist du verloren.
Zu Beginn des 2. Berges schloss zum Glück von hinten eine grössere Gruppe auf. Wir fuhren einen guten Rythmus und ich fühlte mich immer besser. So war der Kontrollschluss kein Problem und ich darf morgen mein erstes Pro Tour Rennen beenden...
28. April, Tour de Romandie - 3. Etappe
Da ich schlecht geschlafen habe, war ich schon vor dem Start recht müde. Allerdings lief es besser als gestern. Wir absolvierten die ersten Kilometer mit über 50km/h! Da ich im Gesamtklassement keine Gefahr mehr war, versuchte ich zwei bis dreimal in einer Fluchtgruppe zu entwischen, doch schlussendlich kamen 2 andere weg.
In der sehr schnellen und hektischen Phase vor dem Schlussanstieg platzierte ich unseren Bergfahrer Carlos vorne am Feld. Danach nahm ich das Gruppetto hinauf ins Ziel.
27. April, Tour de Romandie - 2. Etappe
Ein Radrennen mit einem Brummschädel zu fahren ist keine einfache Sache. Ich tat mich den ganzen Tag schwer, hielt mich immer am Ende des Feldes auf. Meinen guten Gesamtrang wollte ich aber nicht kampflos hergeben. Über die 2 letzten Berge kurz vor dem Ziel, biss ich nochmals in den Lenker. Es reichte leider nicht ganz, um mit den ersten mit zu halten.
Was meine Spitzenleistung am Prolog auslöste, hörte ich heute. Sehr viele Zuschauer, die ich nicht kannte, haben mir zugerufen und mich angefeuert. Das war sehr motivierend.
26. April, Tour de Romandie - 1. Etappe
Ich verbrachte einen ruhigen Tag, bis 20km vor dem Ziel...
Irgendetwas muss auf der Strasse gewesen sein. Es fhlte sich an, als wäre mein Vorderrad blockiert. Ich hob ab und drehte 3 oder 4 Salti mit Schraube. Meine Sonnenbrille machte sich selbständig und mein Helm war endzwei :-(
Dank meinen Teamkollegen konnte ich nochmals aufschliessen und die Etappe im Feld zu Ende fahren.
Nun habe ich überall Schürfungen und einen richtigen Brummschädel. Hoffentlich kann ich ein bischen schlafen...
25. April, Tour de Romandie - Prolog
Meine Arbeit hat sich heute wieder einmal ausbezahlt. Für solche Momente nehme ich alle Strapatzen auf mich.
Ein gutes Aufwärmen, trockene Strassen und volles Risiko - das Resultat, ein 9. Platz an meinem ersten Pro Tour Start. Mit diesen Namen in den ersten 10 auf der Rangliste zu stehen ist für mich noch wie ein Traum...
21. April, Giro del Trentino - 4. Etappe
Die letzte Etappe endete im Massensprint. Meine Aufgabe war es, Gairo zu lancieren.
Rund 2km vor dem Ziel fuhren wir auf der linken Seite im Wind nach vorne. Als meine Kräfte aufgebraucht waren, klinkte ich bei der 400m Marke an 5. Position aus. Von Gairo war aber nichts mehr zu sehen. Er wurde 500m vor dem Ziel abgedrängt und verlor leider mein Hinterrad.
20. April, Giro del Trentino - 3. Etappe
Endlich fand ich wieder einen guten Tritt bergauf. Auf dem höchsten Punkt der Tour verlor ich nur gut eine Minute auf die Ersten und konnte in der Abfahrt wieder aufschliessen.
Danach mussten wir noch 3 Runden a ca. 15km zurücklegen. Wir versuchten die Lücke zu einer achter Spitzengruppe zu schliessen. Ich gab alles, bis ich 4km vor dem Ziel in einer Steigung ausklinken musste. Leider brachten wir das Loch nicht zu und so trug meine Arbeit keine Früchte.
19. April, Giro del Trentino - 2. Etappe
Meine Ausreissversuche waren wieder erfolglos. Panaria mit dem Leader kontrollierte das Rennen. Als wir ins Hochgebirge kamen, fand ich keinen Rythmus. So ereichte ich das Ziel im Gruppetto.
18. April, Giro del Trentino - 1. Etappe
Die erste Etappe verlief für mich genau gleich wie das Rennen letzten Sonntag. Ich setzte mich wieder zweimal vom Feld ab und wieder war es das Lampreteam, die das Loch zu fuhren! Irgendwann wird es klappen ;-)
Vor dem Schlussanstieg platzierte ich unsere Bergflöhe. Bei einsetzendem Regen war dies allerdings mehr ein Versuch als etwas Konstruktives. Danach war meine Arbeit getan und ich durfte Kräfte für morgen sparen.
16. April, Giro d'Oro
Nach den flachen Rennen in Belgien war es für mich schwierig den Tritt bergauf wieder zu finden.
Anfangs konzentrierte ich mich auf die Ausreissergruppen. Zweimal setzte ich mich ab, doch das Lampre-Team kontrollierte das Rennen und fuhr das Loch jeweils frühzeitig wieder zu.
Vor dem Schlussanstieg nahm ich unsere stärksten Leute aus dem Wind und platzierte sie in den vordersten Positionen. Danach waren meine Kräfte aufgebraucht.
Am Giro del Trentino möchte ich nun meine gute Kondition noch etwas steigern für die Tour de Romandie.