Berichte 2006

Berichte 2006/03

20. Dezember, Training in Spanien
Bis Weihnachten sammle ich noch möglichst viele Strassenkilometer an der Costa Blanca in Spanien. Mein erstes 2-wöchiges Trainingslager beinhaltet vor allem langes Grundlagentraining. Meine Beine drehen von Tag zu Tag besser. Mit rund 15 Grad Celsius findet man zwischen Valencia und Alicante optimale Bedingungen vor.
Ich wünsche euch schöne Festtage und bis im nächsten Jahr...
27. November, Neuer Vertrag
Mit dem WK in Herisau ging letzte Woche auch die Zeit der Verhandlungen über meine sportliche Zukunft zu Ende. Heute unterzeichnete ich im Tessin meinen neuen Vertrag mit dem Team von Davide Boifava. Es gibt einen Zusammenschluss der beiden Mannschaften LPR und Androni. Der Umfang des Teams wird in etwa wie dieses Jahr bei LPR sein.
Zurzeit sind noch diverse Verhandlungen mit Spitzenfahrern im Gange. Berühmte Namen im Team sind bis jetzt Daniele Nardello und die Gebrüder Gutierrez.
6. November, WK in Herisau
Heute melde ich mich aus Herisau. Hier bin ich zu meinem ersten WK eingerückt. Als Militärsportleiter sollte mein Training nicht zu kurz kommen.
In Sachen neues Team erwarte ich in den nächsten zwei Wochen etwas Spruchreifes. Bis dahin noch geduld...
30. September, Meine Saison geht zu Ende
Meine Saison geht zu Ende. Die Teamleitung hat sich entschieden, für die letzten Eintagesrennen in Italien nur noch die Italiener einzusetzen. Ich wäre mit meiner ansteigenden Form gerne noch das eine oder andere Rennen gefahren, aber ich muss den Entscheid akzeptieren. Somit war meine zweite Saisonhälfte viel zu kurz, um nochmals richtig in Schwung zu kommen.
Im Moment beschäftige ich mich vor allem mit der Suche nach einer guten Lösung für nächste Saison. Das Team LPR wird es bekanntlich in dieser Art nächstes Jahr nicht mehr geben.
26. August, Giro del Veneto
Mein Ziel für heute war in einer Fluchtgruppe unterschlupf zu finden, um mich zu zeigen. Das Finale war zu schwer, um mit den Besten mitzuhalten.
Nach verschiedenen Versuchen entwischte ich in einer 11-er Gruppe. Wir harmonierten nicht optimal und so betrug der Vorsprung nie mehr als eine Minute. Nach 120km, vor dem 2. Berg, wurden wir wieder gestellt. Diesen kam ich noch drüber, doch beim Nächsten war ich leer.
Damit habe ich ein bischen Werbung gemacht. Mit meiner Form und den letzten Rennen bin ich zufrieden. Leider ist noch ungewiss wo und wann ich wieder zum Einsatz komme, da unser Team ab heute nur noch mit einer Mannschaft unterwegs ist...
24. August, GP Industria & Artigianato - Carnaghese
Die Strecke war nicht so bergig wie gestern, dafür verlangte sie eine gute Technik ab. Also optimale Vorzeichen für mich.
Die Erste der 11 Runden hatte ich richtige Klötze an den Beinen. Zum Glück ging das Tempo danach etwas zurück und mir lief's besser. Mitte Rennen fand ich dann kurz unterschlupf in einer 3-er Fluchtgruppe. Als wir wieder gestellt wurden, büsste ich den Effort, doch ich konnte mich im Hauptfeld behaupten.
Wir harmonierten sehr gut als Team. So waren wir immer wieder in den Gruppen vertreten.
Ich erholte mich wieder ein Wenig und liess nicht locker. In der zweiten Gruppe erreichte ich schlussendlich das Ziel um Platz 30. Schade klassierte sich keiner von uns ganz vorne, denn wir zeigten ein gutes Rennen.
23. August, GP Nobili Rubinetterie
Die Strecke führte über 11 Runden a 17km, 8km bergauf und 9km wieder bergab. Jede Runde schrumpfte das Feld. Das 4. letzte Mal den Aufstieg hinauf verblieben nur noch ca 40 Fahrer an der Spitze. Ich konnte leider nicht mehr mithalten. Meine Form ist wieder etwas besser geworden. Heute reichte es aber nicht, um mich zu zeigen.
17. August, Coppa Bernocchi
Das Rennen verlief ähnlich wie das Gestrige. Nach einem aktiven Start gingen mir wieder die Batterien aus. Die Strecke was nicht so schwer, aber ich hatte keine guten Beine mehr.
16. August, Coppa Agostoni
Auf der Fläche lief es mir gut. Ich fuhr sehr aktiv, konnte mich aber nie gross vom Feld absetzen. Auf den 5 Runden mit einem ruppigen Anstieg schwanden meine Kräfte. In der 4. Passage musste ich das klein gewordene Spitzenfeld ziehen lassen. Ich bin noch nicht in Topkondition, aber die Form kommt langsam wieder.
6. August, Dänemark Rundfahrt, 6. Etappe
Die letzte Etappe kam ich im Feld ins Ziel. So habe ich zumindest nochmals gut trainiert und die Rundfahrt beendet.
5. August, Dänemark Rundfahrt, 4. + 5. Etappe
Mit Schmerzen fuhr ich die beiden Halbetappen durch. Viel mehr lag nicht drin. Wenn es mir morgen besser geht, versuche ich noch mal eine Fluchtgruppe zu erwischen.
4. August, Dänemark Rundfahrt, 3. Etappe
Nein! Wieder ein Sturz. Nach 3 unfallfreien Monaten musste ich wieder zu Boden. In vollem Tempo fuhren wir in eine Baustelle, wo ca 3 m lang über die ganze Strassenbreite der Belag fehlte. Stattdessen hatte es Sand mit groben Steinen. Signalisiert war nichts, abgesichert auch nicht und nicht mal die ersten Fahrer haben etwas gerufen. Es gab einen Massensturz, in den ich auch verwickelt wurde. Mein rechtes Knie war Blutüberströmt. Die Steine rissen mir einige tiefe Hautfetzen raus. Mit grossen Schmerzen kämpfte ich mich ins Ziel...
3. August, Dänemark Rundfahrt, 2. Etappe
Meine Aufgabe war wieder zu Beginn auf Fluchtgruppen zu achten. Als 6 Fahrer ausrissen und wir nicht vertreten waren, fuhr ich einen Konter. Zu Dritt schlossen wir zur Spitze auf. Diesmal waren die Gerolsteiner nicht zufrieden und fuhren das Loch wieder zu !! Am Ende fehlten mir die Kräfte, um ins Finale einzugreifen. Ach ja; und einmal hatte ich nochmals Plattfuss, diesmal am Hinterrad. War aber nicht so gravierend wie gestern, da das Rennen in diesem Moment ruhig wurde.
2. August, Dänemark Rundfahrt, 1. Etappe
Nach 1 Monat Rennpause bei schönstem Wetter, ging es nun endlich wieder los. Alles Wasser, was in dieser Zeit bei uns verdunstet ist, fiel heute über Dänemark nieder. Nach verschiedenen Attacken setzte ich mich in einer 8-er Gruppe vom Feld ab. Wir behaupteten uns rund 30 km an der Spitze, bis eine polnische Mannschaft das Loch leider zufuhr. Etwa 50 km vor dem Ziel hatte ich ein Vorderraddefekt zu beklagen. Just in diesem Moment gab es einen riesen Massensturz, der die Teamfahrzeuge blockierte. Es verging eine Ewigkeit, bis ich ein neues Rad hatte und das Feld war nie mehr zu sehen...