Berichte 2007

Berichte 2007/03

16. Dezember, Training im Tessin
Das Training für die neue Saison hat wieder begonnen. Im sonnigen Tessin spuhle ich seit anfangs Dezember die ersten Grundlagenkilometer ab. Zu fünft können wir das Angenehme mit dem Praktischen verbinden. Im Centro sportivo in Tenero trainieren wir unter der Leitung von Marcello Albasini. Dadurch werden uns einige Diensttage zugesprochen. Eine optimale Lösung!
3. Dezember, Team-Treffen vom 29.11. - 01.12.
Am vergangenen Donnerstagmorgen traff sich das Team Volksbank in Götzis zum mehrtägigen Teambuilding. Im Mannschaftsbus ging es ab nach Dornbirn. Dort waren unter fachlicher Anleitung für einmal etwas andere Kletterkünste gefragt. Die zum Teil überhängenden Kletterwände verlangten viel Geschick und Power ab.
Am Nachmittag wanderten wir dann durch den Schnee hinauf zur Firsthütte, wo wir die erste Nacht verbrachten. Unter einfachsten Verhältnissen hatten wir Zeit, uns gegenseitig näher kennen zu lernen.
Nach dem Frühstück und der "Hüttenputzete" ging es weiter Richtung Hospiz in St. Christoph am Arlberg. Im 5-Sterne Hotel wurden wir richtig verwöhnt. Nebst gutem Essen und Wellness besprachen wir den Ablauf der kommenden Saison und probierten ein Teil des neuen Materials an.
Für mich war es sehr angenehm, die neuen Fahrer und Betreuer kennen zu lernen. Ich denke, wir sind eine schlagkräftige Truppe im nächsten Jahr.
15. November, Vertrag mit Team Volksbank
Andreas Dietziker fuhr zuletzt für LPR, gewann in der vergangenen Saison den Giro del Mendrisiotto und die fünfte Etappe der Rheinland Pfalz-Rundfahrt. Beim Prolog zur Tour de Romandie belegte er den neunten Platz. "Ein Geheimtipp, der 2008 den großen Durchbruch schaffen könnte", erkärt Volksbank-Teammanager Thomas Kofler. "Er ist ein charakterstarker Allrounder mit viel Rennübersicht und Vorliebe für schwieriges Terrain."

Dietziker dazu: "Nach zwei Lehrjahren in Italien freue ich mich auf die neue Herausforderung. Schon in dieser Saison habe ich bewiesen, dass ich Verantwortung übernehmen kann. Volksbank bietet ein super Umfeld und ein Top-Rennprogramm mit Starts in Süd- und Nordeuropa. Ich will mich und die Mannschaft 2008 einen weiteren Schritt vorwärts bringen. Wir werden von einander profitieren", hofft der 25-Jährige.

6. Oktober, Memorial Cimurri
Nochmals eine gute Leistung beim letzten Rennen dieser Saison.
Zu Beginn des Rennens bildete sich eine gut 20 Mann starke Spitzengruppe, in der ich unterschlupf fand. Als es nach 60 km das erste von vier Mal die 7 km lange Steigung hinauf ging, verblieben nur noch eine Hand voll Fahrer vorne. Ich wurde vom klein gewordenen Feld wieder eingeholt.
Danach hielt ich mich im Feld, bis auf die letzte Passage über den Berg. Aber da konnte ich dank dem Milram-Express in der Abfahrt wieder aufschliessen. So beendete ich mein letztes Rennen im LPR-Dress im Feld.
23. September, GP di Prato
Die Strecke war mit einem 2.5 km langen Berg, den wir 9 mal erklimmen mussten, einiges schwerer als gestern. Ich hielt stets mit der ersten Gruppe mit. Da Liquigas aber ein sehr hohes Tempo anschlug, war es mir nicht möglich zu attackieren. Nach der letzten Passage über den Bergpreis war das Feld mit rund 70 Fahrern noch sehr gross. Wir arbeiteten im Finale für unseren endschnellen Marco, der eine gute Platzierung ersprintete.
22. September, GP di Misano
Die Geschichte des Rennens ist schnell erzählt. 190 flache Kilometer, eine 3er Fluchtgruppe, die stehts unter Kontrolle des Feldes stand und ein erwarteter Massensprint. Ich wollte nichts riskieren und hielt mich zurück.
16. September, Rund um die Nürnberger Altstadt
Meine Beine drehten nicht, wie ich es mir wünschte. Irgendwie kamen wir immer einen Schritt zu spät. Anstatt zu agieren, waren wir oft gezwungen zu reagieren. Erschwerend kam noch hinzu, dass nur 6 Fahrer pro Mannschaft zugelassen waren. So verschoss ich mein Pulver, ohne in Erscheinung zu treten.
9. September, Giro di Romagna
Starke Leistung am zweiten Tag!
Die Strecke führte uns ständig rauf und runter. Mit 35 Grad war es nach der letzten Woche ungewohnt heiss, was ich vor allem bergauf spürte.
Vor dem letzten Hügel, rund 30 km vor dem Ziel, setzte ich mich mit einem Fahrer leicht ab. Auf dem Bergpreis wurden wir aber wieder gestellt. Im gleichen Moment konnten sich ein Russe mit zwei meiner Teamkollegen absetzen. Erst 5 km vor dem Ziel wurden sie leider gestellt. Ich wollte es nicht auf den Sprint ankommen lassen und versuchte es auf dem letzten Kilometer nochmals mit 2 Fahrern. Das Feld holte uns aber wieder ein und ich konnte mich, so glaube ich, gerade noch in den Top Ten halten.
8. September, Coppa Placci
Da das Finale in San Marino sehr bergig war, bestand meine Aufgabe vor allem darin dem Team zu helfen. Ich fühle mich nach den Trainings dieser Woche bei kalten Temperaturen nicht 100% fit. So ging ich zu Beginn des Rennens einige Attacken mit.
Auf den letzten 50 km platzierte ich meine Teamkollegen in optimaler Position hinauf nach San Marino. Danach stieg ich aus, um Kräfte für morgen zu sparen.
1. September, Giro del Veneto
Erwartungsgemäss startete ich auch heute mit schweren Beinen. Zum Glück ging es nicht gleich los wie die Feuerwehr.
Je näher wir dem Ziel kamen, um so selektiver war die Strecke. Die letzten 50 km bestanden aus 2 Runden mit einem 4.5 km langen Berg. Das zweite Mal hinauf wurde das Feld richtig auseinander gerissen. Vorne setzten sich rund 10 Fahrer mit Bailo und Nardello von uns ab, die den Sieg unter sich ausmachten. Nardo wurde starker 3.
Ich konnte mich in der zweiten Gruppe behaupten.
30. August, GP Carnaghese
Eine weitere gute Platzierung!
Anfangs tat ich mich richtig schwer. Das Rennen von gestern hatte seine Spuren hinterlassen. Ich wusste, dass ich Geduld haben muss und siehe da - von Runde zu Runde ging es besser. Rund 50 km vor dem Ziel wurde das Rennen durch eine 7-köpfige Spitzengruppe lanciert. Da wir nicht vertreten waren, mussten wir reagieren. Nach einigen Attacken bildete sich eine 15er Gruppe in der wir zu Dritt waren. Leider bekamen wir fast keine Unterstützung der Anderen und so gelang es uns nicht mehr die Spitzengruppe einzuholen. Im Sprint wurde ich 2. unserer Gruppe, was einen weiteren Top Ten Platz einbrachte.
29. August, GP Nobili Rubinetterie
Ich bin wieder zurück im Rennzirkus. Wie sich herausstellte hat mir die Auszeit gut getan.
Die Strecke führte über 11 Runden. Es ging jeweils einen Berg hoch und wieder runter ins Ziel. Ich konnte viel wichtige Mannschaftsarbeit leisten. Das Feld wurde Runde für Runde kleiner und trotz allen Angriffen reichte meine Kraft bis ins Ziel. Erst in der letzten Runde musste ich die erste Gruppe ziehen lassen.
Das Rennen von morgen liegt mir noch etwas besser. Mit den heutigen Beinen und dem nötigen Rennglück sollte etwas drinliegen.
18. August, Renneinsätze
Nach den Magenproblemen und den folgenden mässigen Leistungen habe ich mich zusammen mit meinem sportlichen Leiter entschieden, die nächsten Rennen auszulassen und erst Ende Monat wieder ins Renngeschehen zurück zu kehren.
12. August, Trofeo Matteotti
Das heutige Rennen auf einem Rundkurs rauf und runter war ein Ausscheidungsfahren. Ich fühlte mich nicht mehr so gut wie gestern. Dazu hatte ich Mühe etwas zu essen in der Hitze. Rund 50 km vor dem Ziel faulte ich von der ersten Gruppe ab.
11. August, Giro del Lazio
Da mir das Profil des Rennens mit einer Bergankunft nicht besonders liegt, konzentrierte ich mich auf Ausreissergruppen. Ich konnte mich nie gross absetzen. Doch bei den vielen Attacken spürte ich, dass die Kraft langsam wieder kommt. Was mir allerdings noch fehlt, ist der Appetit während dem Rennen. Dadurch reichten die Kräfte noch nicht bis ins Ziel.
Für unser Team lief es leider sehr unglücklich. Unser Leader war in der entscheidenden Fluchtgruppe, doch ein platter Reifen vor dem Ziel warf ihn zurück. Morgen holen wir das Glück auf unsere Seite!