Berichte 2008

Berichte 2008/01

6. April, Settimana Lombarda
Bei der letzten Etappe lief es mir nochmals ordentlich.
In der Fluchtgruppe vertrat der Neoprofi Sokoll mit einer feinen Leistung unsere Farben.
Bis zum Hügel in Bergamo, 5 km vor dem Ziel, war es im Feld relativ ruhig. Elias Schmäh brachte mich in eine gute Position bei der Anfahrt zum Hügel. Ueber die Kuppe riss zwei Positionen vor mir ein Loch zu den Ersten auf, dass ich leider nicht mehr schliessen konnte. So ging es im Sprint nur noch um einen Platz zwischen 10 und 15.
Nun bin ich schon auf dem Weg nach Frankreich, wo am Dienstag die Sarthe Rundfahrt startet, das dritte Etappenrennen in Folge. Mal sehen was noch kommt.
5. April, Settimana Lombarda
Die Königsetappe führte auf den letzten 20 km wie letztes Jahr über den Colle Maddalena. Ein 6 km langer Weg, halb Asphalt halb Schotter, mit durchschnittlich schweren 10% Steigung.
Bis dorthin blieb der Grossteil des Feldes zusammen. Dank der super Unterstützung meiner Volksbank Teamkollegen verbrachte ich bis zum Berg einen recht ruhigen Tag. Als es dann hart auf hart ging, fand ich einen guten Rythmus. Um mit den Ersten mitzuhalten reichte dieser aber nicht.
Morgen folgt nochmals eine schöne Etappe mit dem Ziel in Bergamo. Identisch mit der früheren Ankunft der Lombardei Rundfahrt.
4. April, Settimana Lombarda
Zuerst ein Salto und dann in den Top Ten!
Die erste Bergetappe bestand aus 3 Runden a 65 km mit dem Passo di Forcella 20 km vor dem Ziel.
In der zweiten Runde war ich kurz vor dem Berg in einen Sturz verwickelt. Dabei schlug ich einen lupenreinen Salto. Danach verbrauchte ich viel Kraft, um wieder zum Feld auf zu schliessen.
Das letzte mal über den Berg hielt ich mit den Ersten mit. Es kam zum Sprint einer grösseren Gruppe, aus der sich Di Luca durchsetzte. Ich erzielte einen weiteren Top Ten Rang für das Volksbankteam.
3. April, Settimana Lombarda
Auf der zweiten Flachetappe wurde das Finale vom starken Wind geprägt.
Das Rennen verlief ruhig bis zu den letzten 40 km. Danach brach auf der Windkante das Chaos aus. Das Feld verstückelte sich in diverse Gruppen. Ich erreichte das Ziel mit etwas Rückstand.
Ab morgen folgen drei Bergetappen. Ich bin gespannt wie es mir läuft.
2. April, Settimana Lombarda
Das zweite Teilstück war topfeben und mit einem Durchschnitt von ca. 45 km/h richtig schnell.
Zwei Flüchtlinge setzten sich ab, wurden aber kurz vor dem Ziel wieder gestellt. Der Massensprint mit einem Feld von fast 200 Fahrern war extrem nervös. Auf den letzten Kilometern knallte es wie zuvor befürchtet. Ich konnte abbremsen und kam glimpflich davon.
1. April, Settimana Lombarda
Die Settimana Lombarda startete mit einem 18 km langen Mannschaftszeitfahren. Leider glückte uns der Auftakt nicht optimal.
Die erste Hälfte hatten wir einen guten Speed drauf. Doch dann fiel unsere Mannschaft auseinander. Ausgangs einer Rechtskurve waren nicht mehr alle im Windschatten und einer verlor den Anschluss.
Kurze Zeit später waren wir sogar nur noch zu fünft. Nun kamen wir nicht mehr vorwärts und verloren viel Zeit.
29. März, Settimana Internationale
Zum Schluss hatte ich nochmals einen guten Tag.
Anfangs versuchte ich mich mit einer Gruppe abzusetzen. Weit weg kam ich aber nie. Den richtigen Postabgang erwischte Stalder, der bis 10 km vor dem Ziel an der Spitze fuhr.
Das Feld verkleinerte sich von Runde zu Runde. Ich unterstützte Elias Schmäh, unseren besten Mann im Gesamtklassement. Dadurch verteidigten wir seinen 2. Platz im Klassement der Jungprofis.
Nach zwei ruhigen Tagen starten wir am Dienstag zur Settimana Lombarda. Wenn ich mich gut erhole, sollte dort ein guter Etappenrang gegen Ende der Rundfahrt drinliegen.
28. März, Settimana Internationale
Der ganz flache Tagesabschnitt endete im Massensprint. Ich verbrachte einen ruhigen Tag, um nochmals Kräfte für die letzte Etappe zu sammeln.
27. März, Settimana Internationale
Die 190 km lange Königsetappe mit 3600 Höhenmeter war richtig hart. Vor allem das nasskalte Wetter machte den Tag zur Tortur.
In der Spitzengruppe vertrat Morscher unsere Farben, doch die Flüchtlinge kamen nicht durch.
Ich habe mich möglichst warm angezogen, um die Gesundheit zu schonen. Zu Beginn des letzten Anstiegs mit durchschnittlich 10% Steigung 15km vor dem Ziel, musste ich die erste Gruppe fahren lassen. Mein Aku war leer.
26. März, Settimana Internationale
Bei der schweren zweiten Etappe lief es mir schon besser als gestern. Die ersten beiden Rennstunden legten wir fast 100 km zurück!
Ueber die 2 grossen Berge auf den letzten 40 km musste ich die Ersten ziehen lassen. Das Ziel erreichte ich in der 3. Gruppe.
Eine starke Leistung zeigte unser Elias Schmäh. Er kam mit der zweiten Gruppe als 21. ins Ziel.
Das morgige Teilstück ist noch schwerer.
25. März, Settimana Internationale
Im Gegensatz zum letzten Jahr spielte das Wetter bei den ersten beiden Halbetappen mit.
Am Morgen kam es zum Massensprint. Ich fühlte mich nicht so gut, kam aber mit dem Feld ins Ziel. Das Training der letzten zwei Wochen war aufgrund der kalten Temperaturen zu Hause nicht optimal.
Beim Mannschaftszeitfahren am Nachmittag harmonierten wir recht gut. Eine Spitzenzeit konnten wir aber nicht erwarten.
16. März, Giro del Mendrisiotto
Zum Sahnehäubchen reichte es dieses Jahr, für einmal im Nationalteam, nicht ganz.
Schon in der zweiten von 12 Runden setzte sich eine 15-köpfige Gruppe ab, welche ich verschlief. Mit Stalder, Schmäh und Hungerbühler waren wir aber optimal vertreten.
Dahinter startete das erwartete Ausscheidungsfahren. Jede Runde wurde das Feld kleiner. Erst in der zweitletzten Runde schloss ich am Berg alleine zur Spitze auf. Vorne verblieb von uns nur noch Stalder, der nun richtig ackerte und keinen mehr weg fahren liess.
Im Sprint setzte ich die Nase ein wenig zu früh in den Wind. Dazu war der Gang zu dick und ich kam nicht richtig in Schwung. Drei Fahrer überholten mich noch und so blieb Rang vier.
Nach dem Sieg vor Jahresfrist erneut eine gute Platzierung. Dieses Rennen scheint mir zu liegen.
14. März, Nationalteam
Mit dem Nationalteam bestreiten vier Schweizer Volksbank-Profis den Giro del Mendrisiotto (UCI Kat. 1.2) am kommenden Sonntag (16. März): Vorjahressieger Andreas Dietziker, Florian Stalder, Elias Schmäh und Pascal Hungerbühler. Die 68. Auflage führt über 151,2 km oder 12 Runden, selektiv und nahezu identisch mit dem WM-Kurs 2009.
Dietziker, 2007 in Mendrisio im LPR-Trikot erfolgreich, rechnet erneut mit einem Ausscheidungsrennen: "Die Entscheidung fällt auf der drei km langen Steigung, die 12 Mal zu absolvieren ist. Am Ende wird eine kleinere Gruppe um Platz eins kämpfen", sagt der 25-jährige Aadorfer, der im Tessin auf den dritten Profisieg seiner Karriere hofft.
Dass er und seine drei Volksbank-Kollegen im Nationalteam starten, sei eine Herausforderung: "Mit vier weiteren jungen Schweizern sind wir gut besetzt und gegenüber anderen Teams nicht im Nachteil. Wir werden das Rennen mitprägen, aktiv und auf Sieg fahren, obwohl", schränkt Dietziker ein, "meine Form mit jener des Vorjahres noch nicht vergleichbar ist".
6. März, Neuer Sponsor
Die aufmerksamen Besucher meiner Homepage haben es vielleicht gemerkt. Das Bären Party-Huus ist auf der Startseite verschwunden. Die Besitzer haben aufgehört zu wirten und das Lokal verkauft. Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung während den letzten drei Jahren!
Mit dem Landgasthof Heidelberg in Aadorf konnte ich bereits einen Nachfolger finden. Ich freue mich auf die gemeinsame Zukunft.
2. März, GP di Lugano
Die neue Strecke führte 5 mal über den Monte Bré und direkt 5 km runter ins Ziel. Das war einiges anspruchsvoller als in den letzten Jahren.
Gleich vom Start weg wurde hart gefahren. Ich konnte mich bis zum letzten Mal über den Monte Bré in der ersten Gruppe halten. Dann ging es richtig zur Sache und das Feld zerstückelte. Meine Power reichte nicht mehr um ganz vorne mitzuhalten. Im Grossen und Ganzen bin ich aber schon besser drauf als im letzten Jahr.
20. Februar, Team Volksbank offiziell in Bregenz vorgestellt
Vor der Kulisse der Seebühne in Bregenz standen heute, Mittwoch, 16 Radprofis im Rampenlicht: Das Team Volksbank stellte sich im Festspielhaus den zahlreich versammelten Medien- und Sponsorenvertretern sowie vielen Fans und Gästen des Teams vor. Gross war der Andrang nach den ersten Erfolgen beim Saisonstart in Italien, die positive Atmosphäre in der Mannschaft deutlich zu spüren.
Nach einer Trauerminute für den am Heiligen Abend verstorbenen Team Volksbank-Profi Andreas Matzbacher stellten Powermoderator Martin Böckle und Eurosport-Kommentator Karsten Migels die gereifte Volksbank-Mannschaft vor. "Eine gute Mischung aus jungen, hochmotivierten Fahrern und Routiniers", stellte Migels mit fachmännischem Auge anerkennend fest. Das Team rund um Gerrit Glomser, Olaf Pollack und Co präsentierte sich sympathisch und voller Selbstvertrauen.
Zu den Zielen in der kommenden Saison äußerte sich Patrick Vetsch, Sportlicher Leiter der Vorarlberger Equipe: "Die sind ähnlich gesteckt wie im Vorjahr. Die Mannschaft ist nun breiter gefächert und die Fahrer gehen gut miteinander um. Ich habe keine Angst vor der neuen Saison." Freude auch bei Team Manager Thomas Kofler. "Es ist schön, dass wir zu Beginn unserer zehnten Saison hier an die Wurzeln der Mannschaft zurückkehren, wo unsere Fans zu Hause sind", sagte der 35-Jährige. Landesrat Siegi Stemer gratulierte Kofler zum Weg des Teams und der erfolgreichen Nachwuchsarbeit. "Das Land Vorarlberg steht voll und ganz hinter dem Team und seiner Philosophie. Die Mannschaft hat Schritt für Schritt eine seriöse Entwicklung durchgemacht."
Der Marketing-Beauftragte der Vorarlberger Volksbank, Markus Dietrich, bekräftigte, "dass die Volksbank als Hauptsponsor stolz auf dieses Projekt ist. Hier wird professionelle Arbeit geleistet, Werte wie Sympathie und Internationalität stehen ganz oben. Für diese Werte steht auch die Volksbank." Außerdem strich Dietrich die Vorbildwirkung der Profimannschaft heraus.
Nach eineinhalb Stunden war der offizhielle Teil der Teamvorstellung beendet und der Startschuss in das neue Jahr offiziell erfolgt. Das Team Volksbank begibt sich bereits morgen auf den Weg ins oberbayrische Raubling, wo die Mannschaft bei Rad-Ausstatter Corratec ein zweites Mal vorgestellt wird.
17. Februar, Giro della Provincia di Grosseto
Auf der letzten Etappe wurde der Wind zum Haupthinderniss.
Glomser fand zu Beginn unterschlupf in der Spitzengruppe. Mit einer starken Leistung holte er für unser Team das Bergtrikot.
Im Feld führte der Seitenwind zu viel hektik, doch es fuhr immer wieder alles zusammen. So gab es den erwarteten Massensprint.
Mir lief es wieder besser als gestern. Ich bin aber froh, dass ich jetzt zu Hause etwas Zeit habe, die Wunden auszukurieren.
16. Februar, Giro della Provincia di Grosseto
Das habe ich noch nie erlebt!
Als geschlossenes Fahrerfeld haben wir nach der zweiten Zieldurchfahrt gegen die gefährliche Ankunft demonstriert. Auf den letzten 400m folgte auf eine verschmutzte 90 Grad Linkskurve, eine 90 Grad Rechtskurve mit einer Verengung auf 2m Strassenbreite. Geschlossen rollten wir übers Ziel, ohne dass ein Klassement erstellt wurde.
Ich war nicht unglücklich darüber. Die Prellungen von gestern machten sich heute bemerkbar. Ich fuhr den ganzen Tag mit Schmerzen.
15. Februar, Giro della Provincia di Grosseto
Zuerst die grosse Freude, doch dann blieb nur der Frust.
Zum Abschluss des Trainingslagers starten wir bis Sonntag am Giro di Grosseto. Das Rennen war ruhig bis zum letzten Berg ca. 40km vor dem Ziel. Es bildete sich eine knapp 40 Mann starke Spitzengruppe mit Pascal, Florian und mir. Eine optimale Ausgangslage für das Finale!
Pascal und Florian drückten mächtig aufs Tempo, damit ich mich auf den Sprint konzentrieren konnte.
2km vor dem Ziel gab es eine so grosse Welle in der Spitzengruppe, dass ich mich am Hinterrad des Vordermannes aufhängte und zu Boden ging!
Es tut mir Leid, dass ich die super Teamarbeit nicht mit Erfolg krönte. Glücklicherweise habe ich mich nicht verletzt. Die Form passt.
9. Februar, GP Costa degli Etruschi
Seit einer Woche trainieren wir mit dem ganzen Team Volksbank in der Toscana. Neben etwas Zeit um sich kennen zu lernen, haben wir auch die mit Spannung erwarteten Teamfotos und Portraits für die Autogrammkarten geschossen.
Beim GP Etruschi fiel heute der Startschuss in die neue Saison. Das Rennen passte mit knapp 200 flachen Kilometern optimal ins Training.
Bis die Jagt auf einen Soloausreisser begann, war das Tempo angenehm. Danach musste ich auf der Windkante paar mal auf die Zähne beissen. Am Ende gab es aber doch einen Massensprint, bei dem ich nichts riskierte.
31. Januar, Das erste Trainingslager
Das erste Trainingslager ist schon wieder vorbei. Vom 07.- 25. Januar trainierte ich mit den Volksbänklern Florian Stalder und Philipp Ludescher an der Costa Blanca in Spanien. Der Beginn war dabei besonders turbulent. Meine zwei Teamkollegen hatten einen bösen Sturz, als ich noch auf dem Flug nach Alicante war. Am nächsten Tag wurde ich bei der ersten Trainingsfahrt von einer Autofahrerin abgeschossen. Zum Glück konnte ich mich auf dem Velo halten. Das Hinterrad allerdings war zu Schrott. Danach blieben wir von weiteren Pannen verschont. Bei optimalem Wetter mit rund 20 Grad feilten wir fleissig an unserer Kondition.
Am 01. Februar fahren wir bereits ins nächste Trainingslager. Diesmal mit der ganzen Volksbank-Mannschaft nach Follonica in die Toscana. Dort wird am 09. Februar der Startschuss in meine Rennsaison fallen. Ich freue mich endlich wieder eine Nummer am Rücken zu tragen ;-)