|
Die Strassen-SM war für mich eine Achterbahnfahrt der Emotionen.
In der 2. von 12 Runden bildete sich, wie erwartet früh, eine über 20-köpfige Spitzengruppe. Ich hatte sehr schwere Beine von den letzten Rennen und verpasste den Abgang. Mein Teamkollege Elias Schmäh hielt mit einer starken Führungsarbeit den Rückstand zur Spitze eine Runde lang in Grenzen und mich im Rennen. Vielen Dank!
In der dritten Runde schaffte ich mit einem Effort zu zweit den Anschluss zur Spitze. Es begann ein Ausscheidungsrennen in der Hitze. Total brauchte ich 11 Bidons, also 5.5 Liter Flüssigkeit!
Zum Schluss kämpften wir zu sechst um den Titel. 300m vor dem Ziel lancierte ich den Sprint. Durch die noch weite Distanz, erhoffte ich einen Überraschungsmoment zu erwischen. Mit den letzten Kräften drückte ich voll ins Pedal. Rund 150m vor dem Ziel überholte mich Zberg. Ihm folgte Elmiger, der so nah an mir vorbeifuhr und hineinzog, dass wir uns berührten. Eine Medaille vor Augen verlor ich das Gleichgewicht und stürzte schwer. Mein Helm und die Brille gingen zu Bruch. Noch etwas benommen, mit Beifall der Zuschauer, wurde ich über die Ziellinie direkt zur Sanität geschoben. Mein emotionalster Tiefpunkt folgte leider erst noch. Während mich die Sanitäter behandelten sah ich, wie meine Freundin am Tisch kollabierte.
Ein Krankenwagen überführte mich ins Spital nach Baden. Zum Glück wurden keine schlimmeren Verletzungen diagnostiziert! Um 21 Uhr, nach einem langen Tag, durfte ich endlich nach Hause.
|