Berichte 2009

Berichte 2009/01

31. Mai, Bayern Rundfahrt

Auf dem Schlussstück kontrollierten wir zu Beginn die Attacken, damit sich keine grosse Gruppe ohne uns löste. Als sich 2 Fahrer aus kleinen Teams absetzten, war klar, dass es einen Massensprint gibt.
Mit Sebastian hatten wir dafür ein heisses Eisen im Feuer. Leider verloren wir uns vom Team Vorarlberg-Corratec im hektischen Finale. Eine optimale Unterstützung war somit nicht möglich.
Am nächsten Wochenende folgt der GP Schwarzwald und mein Lieblingsrennen in Gippingen. Dafür wünsche ich mir viele Fans und natürlich gute Beine ;-)

30. Mai, Bayern Rundfahrt

Im Zeitfahren merkte ich bald, dass der nötige Zug fehlte. Dadurch war es sinnvoller, einige Körner für morgen zu sparen.

29. Mai, Bayern Rundfahrt

Mit einer starken Reaktion antworteten wir vom Team Vorarlberg-Corratec auf die Schlappe von gestern. Ich setzte mich früh in einer vielversprechenden Spitzengruppe ab. Nach einigen Kilometern schloss Columbia die Lücke wieder, obwohl sie einen Mann vorne hatten. Bei der nächsten Gruppe, die sich bis kurz vor Schluss behauptete, war René mit dabei.
Im Massensprint arbeiteten Daniel, Hasi und ich für Sebastian. Mit einem feinen 3. Rang belohnte er unsere Anstrengungen!
Bis jetzt blieben wir mit viel Glück trocken an dieser Rundfahrt. Ich hoffe das bleibt auch morgen beim Zeitfahren so.

28. Mai, Bayern Rundfahrt

Die Königsetappe hatten wir uns anders vorgestellt. Zu Beginn lief es nach Plan. In der frühen Spitzengruppe vertrat uns Daniel. Bei der 20% steilen Rampe hinauf zum Bergpreis der ersten Kategorie litt ich voll am Anschlag. Als obenraus noch attackiert wurde, musste ich kapitulieren. Pascal konnte mitgehen und fuhr mit einer weiteren Gruppe zur Spitze mit Daniel vor.
Im Feld war die Luft raus, da alle guten Teams einen Mann vorne hatten. Die Gesamtwertung ist damit gelaufen. Wir werden uns nun auf einen Etappenerfolg konzentrieren.

27. Mai, Bayern Rundfahrt

Nach dem gestrigen Sturm, blieb es heute erfreulicherweise trocken. Ideale Bedingungen zum Radfahren. Das Rennen verlief ruhig. Zwei Fahrer prägten den Tag, bis sie kurz vor dem Ziel gestellt wurden. Es kam zum Massensprint. Wir unterstützten Sebastian, der einen guten Toptenrang heraus holte.
Meine Haxen fühlten sich lange verspannt an. Dann lief es immer besser und am Ende sogar richtig gut! Das stimmt mich zuversichtlich für morgen. Es steht die Königsetappe auf dem Programm.

24. Mai, Wien - Lassnitzhöhe

Im Tschibo-Cup mussten wir die Führung abgeben. Direkt nach dem Höhenaufenthalt liefen die Beine noch nicht optimal. Zudem bissen wir uns die Zähne aus, als wir immer wieder Löcher stopften. Die ganze Mannschaft Vorarlberg-Corratec opferte sich auf.
In der vorentscheidenden Gruppe setzten sich rund 20 Mann ab. Reto, Elias und Sockoll waren von uns mitdabei. In der Endabrechnung wurde Sockoll 5. Ich rollte im Feld ins Ziel.

17. Mai, Herzlichen Dank...

...für alle guten Wünsche der letzten Tage. Ich habe mich erstaunlich schnell vom Unfall erholt und bin wieder voll im Training. So wurden Michi Albasini und ich letzten Donnerstag erst vom Schnee auf dem Furkajoch gestoppt ;-)
Ich werde noch bis am 22. Mai auf dem Säntis bleiben und freue mich schon auf die nächsten Renneinsätze!

12. Mai, Ich bin wieder im Sattel!

Am Sonntag durfte ich das Spital von Wil verlassen und reiste direkt wieder auf den Säntis. Nebst schmerzenden Schürfungen, ist mein Nacken noch versteift. Es geht aber jeden Tag ein Stück aufwärts und ich kann das Training bald wieder forcieren.

9. Mai, Horror Crash

Horrorcrash die Schwägalp hinunter! Anfangs Neu St. Johann, am Ende der Abfahrt, nahm mir ein entgegenkommender Linksabbieger den Vortritt. Ich sah ihn noch stehen und schon fuhr er los. Reflexartig zog ich bremsend nach links, doch die Kollision war nicht mehr zu vermeiden. Mit rund 50 Sachen knallte ich in die Seite des PW's und hob ab.
Als ich wieder zu mir kam lag ich mitten in der Strasse. Den Dreckspuren auf dem Trikot und dem Helm zufolge, landete ich zuerst im Garten und rutschte anschliessend in die Strasse. Mein Schädel brummte heftig. Der Helm war am Hinterkopf gebrochen! Der zweite Helmbruch innerhalb eines Jahres. Das gibt mir zu denken :-o
Eine Ärztin in der Nähe leitete mich, nachdem Sie diverse Schürfungen am Rücken feststellte, sofort weiter ins Spital von Wil. Dort folgte nach diversen Röntgenaufnahmen die Entwarnung. Meine Wirbelsäule hielt stand. Zur Überwachung muss ich mein Höhentrainingslager allerdings unterbrechen und nächste Nacht im Spital bleiben.
Der nächste 5-stünder folgt bestimmt ;-)

8. Mai, Säntis

Seit letzten Dienstag habe ich mein Zimmer im alten Berggasthaus (siehe Bild) auf dem Säntis bezogen. Das Fenster ermöglicht eine super Aussicht auf den Altmann und das Toggenburg. Die Einrichtung ist einfach, aber ich habe alles, was ich brauche. Kulinarisch kann man sich hier, im Gegensatz zum neuen Säntis, rund um die Uhr verwöhnen lassen. Somit habe ich immer Gesellschaft von der Familie Manser und ihrem Team. Besonders ihr zweijähriger Sohn Marco hält mich auf Trab ;-)
Nebst dem Training widme ich meine Zeit einem Fernstudium. Damit meine Hirnzellen nicht einrosten, erlerne ich die Grundlagen der Buchhaltung. Nach 4 Jahren Abstinenz ein anspruchsvoller Brocken.

3. Mai, Bad Erlach

Anstatt in Frauenfeld für Furore zu sorgen, fuhren wir vom Team Vorarlberg-Corratec in Österreich die nationale Konkurrenz in Grund und Boden.
Ludescher prägte das Rennen in einer 4-er Spitzengruppe. In der Zweitletzten von 12 Runden schloss Reto zur Spitze auf und setzte sich am Berg gleich solo ab. Die anderen Fluchtgefährten wurden in der letzten Runde gestellt, während Reto seinen Vorsprung ausbaute. Bei der letzten Bergpassage attackierte Eibegger von ELK. Ich stieg ihm nach und schloss nach der Abfahrt zu ihm auf. Damit war der Sieg für Reto im trockenen. Eine super Leistung!
Ich überliess Eibegger den 2. Platz und durfte mich, nachdem ich im ersten Lauf des Tschibo-Cups in Leonding 2. wurde, ins gelbe Leadertrikot einkleiden lassen.
Am Dienstag beziehe ich meine Unterkunft auf 2500 m über Meer. Im Berggasthaus Säntis werde ich mich während gut zwei Wochen intensiv auf die nächsten Einsätze vorbereiten. Ein Höhentrainingslager nach dem Motto Live high - train low.

1. Mai, Frankfurt

Als Kapitän unseres Teams Vorarlberg-Corratec gestartet, bekam ich die volle Unterstützung. Das sportliche Tempo vom Start weg erlaubte keine Pinkelpause, was mich während den 190 km fast zum Platzen brachte!
Auf der hügeligen Strecke wurde das Feld immer kleiner. Bis zum letzten Anstieg waren wir noch rund 50 Mann inkl. Reto und Pascal, die mich vorne reinfuhren. Bei der steilen Rampe hielt ich mit. Als sich danach auf dem schmierigen Teil 7 Fahrer absetzten, konnte ich aber nicht mehr zusetzen. Bisschen was fehlt mir noch.
Auf dem Weg zu den 3 Zielrunden kamen wir nicht mehr nach vorne. 10 km vor Schluss versuchte ich es alleine, doch die Teamkollegen der Spitzefahrer kontrollierten mich. So gingen wir leider leer aus.

29. April, kein Start in Frauenfeld

Leider darf ich in Frauenfeld nicht starten. Nach unserem ersten Saisonhöhepunkt am 1. Mai in Frankfurt (ab 15:00 Uhr live im hr Fernsehen), muss ich zur Verstärkung des Teams direkt nach Österreich weiterreisen. Dort findet am Sonntag in Bad Erlach der 2. Lauf des Tschibo Cups statt. Ein wichtiges Rennen für unsere Teamsponsoren.

19. April, Türkei Rundfahrt

Erster Saisonsieg für das Team Vorarlberg-Corratec und starke Schmerzen für mich! Der Massensprint auf der letzten Etappe war ein pures Massaker. Auf den letzten 3 km ereigneten sich zahlreiche Stürze. Ich gab alles, um Sebastian zu helfen. Da hängte sich auf dem letzten Kilometer ein Bulgare direkt vor mir am Hinterrad des vorderen Fahrers auf. Er knallte auf den Boden und ich flog über ihn hinweg. Sebastian kam heil durch und gewann den Sprint souverän.
Mit grossem Glück sind meine Knochen ganz geblieben. Nebst starken Prellungen an Schulter und Hüfte auf der rechten Seite, erlitt ich tiefe Schürfungen am rechten Knie und Ellbogen, sowie am linken Daumen. Ich hatte die Schnauze erstmals richtig voll, doch nun überwiegt die Freude über den Sieg den Schmerz.
Um mich von den Verletzungen zu erholen, werde ich auf den Giro del Trentino verzichten.

18. April, Türkei Rundfahrt

Heute ging's ab wie die Feuerwehr und gleich auf die Windkante! Mit 114 km ein kurzes, aber heftiges Teilstück. Ich hatte Mühe in Schwung zu kommen. Vorne setzten sich ca. 25 Fahrer aus fast allen  Teams ab, wodurch das Rennen gelaufen war. Wir wurden durch Pascal vertreten, der als 14. ankam.
Das schicke Sheraton Hotel in Antalya kommt mir gelegen. Hier sollte ich mich bis morgen erholen.

17. April, Türkei Rundfahrt

Während fast 100 km jagten wir durch die Gegend. Ein Angriff am anderen. Wir Vorarlberg-Corratec Fahrer wechselten uns super ab und waren in allen grösseren Gruppen präsent. Schlussendlich setzten sich 2 Mann ab und ehrlich gesagt war ich froh, kehrte Ruhe ein.
Über die Berge wurde das Feld klein und die Spitze gestellt. Auf den letzten Kilometern spielte sich ein Drama ab. Der Leader Loosli geriet auf der Windkante in einen Sturz, in den ich auch verwickelt wurde. Ein ungeschriebenes Gesetz sagt, dass auf den Leader gewartet wird. Doch Fahrer von Navigare attackierten. Eine absolut unsportliche Aktion, die Loosli die Gesamtführung kostete!
Ich schloss rasch wieder auf und konzentrierte mich auf den Sprint. Platz war genug da, aber ich konnte nicht mehr zusetzen. Ein weiterer starker 5. Platz.
Für die, die schon darauf gewartet haben. Das Hotel Di Finica ist Klasse, aber an das von gestern kommt es nicht ran ;-)

16. April, Türkei Rundfahrt

Trotz Sturzverletzungen und tropfender Decke habe ich sehr gut geschlafen. Das Ziel unseres Teams Vorarlberg-Corratec war ein Mann in der Fluchtgruppe unter zu bringen, da diese mit grosser Bestimmtheit ins Ziel kam. Ich versuchte es tausend mal, aber schlussendlich blieben wir erfolglos.
Unser neues Hotel in Fethiye ist ein Tip für einen traumhaften Badeurlaub. Im Lykia World kann man die Seele baumeln lassen. Morgen ist nochmals eine Etappe für Ausreisser. Da will ich dabei sein ;-)

15. April, Türkei Rundfahrt

Gestern dachte ich, es kann nur besser werden, aber ich habe mich getäuscht. Auf den nassen Strassen war das Velo kaum zu steuern. In den Kurven rutschten wir von Steinchen zu Steinchen. Ein Sturz folgte dem andern. Ich meisterte die Aufstiege sowie die Abfahrten gut und befand mich in der 2. Gruppe. 4km vor dem Ziel erwischte es mich auch noch :-( In der letzten Abfahrt war es wieder trocken. Da überraschte uns, wie zuvor die zwei Spitzenfahrer, eine Linkskurve mit Wasser in der Fahrbahn. Zu Viert rutschten wir weg.
Mit dem Hotelzimmer haben wir gleich nochmal Pech. Es tropft vom Feuermelder sowie aus dem Türrahmen und das in einem 5 Sterne Hotel! Ein anderes Zimmer gab es leider nicht.

14. April, Türkei Rundfahrt

Die vergangene Nacht im 5 Sterne Hotel am Meer war ein Traum. Da komme ich wieder ins schwärmen.
Weniger erfreulich ist der Holperasphalt. Der Hintern und die Hände schmerzen langsam und dazu dieses elende Gefühl, nicht vorwärts zu kommen.
Es war ein schwarzer Tag für unser Team. Zuerst lief die Fluchtgruppe ohne uns und als das Loch wieder zu war, stürzte unser Sprinter kurz vor dem Ziel. Die Ankunft war aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Zu eng und zu viele Kurven und dazu noch Kopfsteinpflaster! Was macht da unser internationaler Verband, die UCI?
Eine Schrecksekunde erlebte ich noch während dem Kleiderwaschen. Das Leitungswasser färbte meine weissen Sachen hellgelb! :-(
Morgen kann es nur besser werden.

13. April, Türkei Rundfahrt

Die Nacht im Hilton Hotel von Izmir war Erholung pur. Ein riesen Bett, dazu Aussicht auf Land und Meer vom 27. Stock! Das Material, welches mit Lastwagen von Istanbul her transportiert wurde traf spät, aber noch rechtzeitig ein.
Die Etappe bei schönstem Wetter war geprägt von Attacken. Wir wechselten uns beim Mitspringen fleissig ab, bis sich Beni in einer 6-er Gruppe absetzte. Sebastian, der als einziger Vorarlberg-Corratec Fahrer noch Chancen aufs Gesamtklassement hat, sparten wir fürs Finale.
Der Strassenbelag hier unten ist nervenraubend. Grober Rollsplit macht die Fahrbahn zur Holperpiste, auf der man nicht vorwärts kommt. Dazu hat's links und rechts der Strasse ein gefährliches Kiesnest.
Nachdem die Gruppe gestellt wurde, gab es beim letzten Hügel einige Angriffe. Ich schloss die Lücke zu einer  vorderen Gruppe. Ein Mann rettete sich ins Ziel. Dahinter ersprintete sich Sebastian den starken 2. Platz, wodurch er aufs Podium durfte!

12. April, Türkei Rundfahrt

Der Auftakt zur Türkei Rundfahrt bildete ein gefährlicher Rundkurs im Zentrum von Istanbul. In der 3. von 14 Runden löste sich eine grosse Gruppe in der Abfahrt mit Kopfsteinpflaster. Ich fuhr vorsichtig und verpasste den Anschluss.
Nun fliegen wir zum Start der 2. Etappe. Solch ein Transfer habe ich noch nie erlebt :-)
Ab morgen sind wir live auf Eurosport zu sehen. Reinschauen lohnt sich!

5. April, Settimana Ciclistica Lombarda

Heute Morgen verspührte ich keine Lust zum Radfahren. Um 5:15 Uhr riss uns der Wecker aus dem Tiefschlaf. Um diese Zeit verzichtet man gern auf die Pasta.
Um 8 Uhr Start zur Etappe. Der Körper immer noch nicht wach, was sich aber schnell änderte. Auf den 130 km mit 2 langen Bergen gab es kein durchatmen. Unser Team Vorarlberg-Corratec pilotierte mich vorne in die Steigung hinein. Beides mal verlor ich jedoch den Kontakt zur ersten Gruppe, schloss in der Abfahrt aber wieder auf. 1-2 Kilos müssen noch runter :-P
Vor dem Hügel durch die Altstadt Bergamos waren 4 Fahrer vorentscheidend weg. Pascal, der als einziger noch bei mir war, leistete eine starke Arbeit, um mich vorne in die schmale Anfahrt hinein zu fahren. Ich biss mich bei den ersten der Gruppe fest und gewann, so glaube ich, den Sprint um Platz 5 hauchdünn. So durfte ich als erster Ausländer sogar noch an die Siegerehrung.
Damit reisen wir kommenden Freitag zuversichtlich an die Türkei-Rundfahrt, die hoffentlich wieder live auf DSF übertragen wird.

4. April, Settimana Ciclistica Lombarda

Die Königsetappe mit dem steilen Colle Maddalena ging ich ruhig an. Aus den letzten beiden Jahren weiss ich, dass ich nicht mit den Besten drüber komme.
Die ersten 70 km, bis sich die Fluchtgruppe absetzte, waren aber alles andere als ruhig. Attacke folgte auf Attacke, mit einem Stundenmittel von 49 km!
Bei der Anfahrt zum steilen Maddalena kämpfte ich mich mit Elias am Hinterrad ganz nach vorne. Danach drückte ich mein Rhythmus hinauf.
Die morgige Etappe mit der Ankunft in Bergamo, wo früher das Ziel der Lombardei-Rundfahrt war, liegt mir. Da will ich mich zeigen ;-)

3. April, Settimana Ciclistica Lombarda

Bei der ersten Bergetappe begleiteten uns Sonnenstrahlen und angenehme Temperaturen. Über den letzten Anstieg hielt ich die erste Gruppe. Zu meiner Verwunderung war auch Petacchi mitdabei, der sich den Sieg holte. Ich hatte im Sprint noch genügend Druck, um einige Plätze gut zu machen. Hoffentlich reichte es in die Topten. Mit meinem Formstand bin ich zufrieden.

2. April, Settimana Ciclistica Lombarda

Regen, schmale Strassen und viele Kurven sorgten für einen ungemütlichen Tag. Ich war nicht so gut drauf.
30 km vor Schluss passierten wir eine 90 Grad Rechtskurve, in der man über einen Parkplatz abkürzen konnte. Ich war in der Strassenmitte. Der Fahrer links vor mir lenkte kurz nach rechts zur Abkürzung, fuhr aber wieder geradeaus weiter. Im letzten Moment entschied er sich doch noch nach rechts zu steuern und schneidet mir voll den Weg ab. Ich stürzte nicht schlimm, aber musste das Rad wechseln. Da nutzte mir auch seine Entschuldigung nichts. Das Feld sah ich nie mehr.
Sebastian holte im Sprint erneut eine Spitzenklassierung für unser Team. Morgen wird's erstmals bergig. Diese Etappe liegt mir ;-)

1. April, Settimana Ciclistica Lombarda
Die Fahrt zum Start der 2. Etappe entlockte mir kein Lächeln. Regen klatschte an die Windschutzscheibe bei kühlen 10 Grad. Kaum angekommen begann es aber abzutrocknen und bis ins Ziel zeigte sich sogar noch die Sonne ;-)
Das heutige Profil beinhaltete keine grossen Schwierigkeiten. Bei einem Feld von fast 200 Mann muss man aber stets wachsam sein. Gerade bei der Settimana Lombarda, wo immer sehr viele Autos eine Strassenseite blockieren.
Im Massensprint unterstützte ich Sebastian, der ganz knapp am Podest vorbei fuhr! Es macht richtig Spass, mal einen guten Sprinter in Italien dabei zu haben.
31. März, Settimana Ciclistica Lombarda
Start zur Settimana Lombarda mit einem Mannschaftszeitfahren. Auf dem Weg zum Start, mit dem Fahrrad versteht sich, nahmen wir den einen oder anderen Umweg in Kauf. Es ist halt schon eine Weile her, als wir letztes Jahr am gleichen Ort das Zeitfahren hatten. Dafür waren wir bereits gut aufgewärmt.
Die Harmonie passte gleich nach dem Start. Gegenüber letztes Jahr war richtig Zug im Vorarlberg-Corratec  Team. Auf die Ersten verlieren wir zwar immer noch viel, aber die rote Laterne von 2008 sind wir los :-)
29. März, Schöner Einstand im Tschibo-Cup

6 Grad und starker Regen veranlassten die Jury die Strecke von 7 auf 5 Runden zu verkürzen. Zum Glück dachte ich, als mein Körper nach 50 Kilometern zitterte. Nun, Angriff ist das Beste gegen die Kälte! 2 Runden bzw. 40 km vor Schluss setzte ich mich mit 5 Fahrern vorentscheidend ab. Schade war kein Teamkollege von Vorarlberg-Corratec dabei.
Beim letzten Anstieg kurz vor dem Ziel fielen 3 Konkurrenten zurück. Es kam zum 3-er Sprint. An hinterster Position liegend, zögerte ich einen Moment zu lange. Als Fankhauser von ELK den Sprint startete, konnte ich nicht mehr kontern. Als 2. auf dem Podest bin ich zufrieden. Den genauen Formstand wird allerdings erst die Settimana Lombarda ab Dienstag zeigen.

23. März, Verleihung des Aadorfer Anerkennungspreises 2008
Am vergangenen Freitag, den 20. März, wurden herausragende Leistungen der Aadorfer Bevölkerung vom vergangenen Jahr ausgezeichnet. Bei dem gelungenen Anlass war ich in der Kategorie Einzelpersonen nominiert. Mit Severin Kasper bei den Nachwuchstalenten wurde erfreulicherweise ein weiterer Velorennfahrer nominiert. Das Rennen machten aber schlussendlich andere. Unser Käserweltmeister Bernhard Näf durfte sich als Sieger feiern lassen.
Beim anschliessenden Apéro kam es zu einigen interessanten Gesprächen. Ein Lob an die Kommission Kultur, Freizeit und Sport unter der Leitung von Stefan Bannwart für die Organisation dieses tollen Anlasses.
15. März, Giro del Mendrisiotto
Mit der Nationalmannschaft bei der Hauptprobe vor den Weltmeisterschaften zu starten, erfüllte mich mit besonderem Stolz. Vom Start weg zeigten wir unser Nationaltrikot in jeder Fluchtgruppe. Einen besonders starken Eindruck hinterliess Reto Hollenstein, der lange zu zweit an der Spitze lag.
3 Runden vor Schluss nahm das Cérveloteam das Zepter in die Hand. Sie steigerten das Tempo, bis am Ende nur noch rund 15 Fahrer übrig blieben. Ich hatte keine Mühe, dem Rhytmus zu folgen. Mit einer trockenen Attacke setzte sich der Sieger vom Cérveloteam kurz vor dem Ziel alleine ab. Im Sprint um Platz 2 fehlte mir aufgrund der vielen Trainingsstunden die Spritzigkeit. Für die Topten hat's glaube ich gerade noch gereicht.
1. März, GP Lugano
Das hatte leider nicht viel mit der Sonnenstube der Schweiz zu tun. 5 harte Stunden im Regen bei 10 Grad nagten an den Kräften.
Um meine Gesundheit nicht noch mehr zu strapazieren, packte ich mich dick ein. Neopren-Überschuhe, Wärmecreme und Beinstulpen, eine kurze Thermohose, ein Unterleibchen, Kurz- und Langarmtrikot, ein Thermogilet, den Regenschutz, ein Stirnband und Thermohandschuhe. Bergauf war es ein bisschen viel Bekleidung, dafür musste ich sonst während der Fahrt nicht frieren.
Für mein zweites Ziel, möglichst viele Rennkilometer zu sammeln, war ich froh um die Unterstützung meines Fan-Clubs. Sie puschten mich, auf die Zähne zu beissen und nicht aufzugeben. Total in der Krise, sah ich mit Genugtuung die weiss-schwarzkarrierte Flagge.
28. Februar, GP del Insubria
Noch etwas geschwächt von einer Erkältung kam mir das einfache Streckenprofil entgegen. Bei Sonnenschein und 15 Grad rollte ich den ganzen Tag im Feld mit.
Das Finale mit einer Rampe 4 km vor dem Ziel in Lugano entsprach meinem Geschmack. Ich hielt die erste Gruppe, kam im Sprint aber nicht mehr ganz nach vorne.
15. Februar, Giro di Grosseto
Auf dem letzten Abschnitt investierten wir alle Kräfte, um in der Spitzengruppe vertreten zu sein. Reto Hollenstein erwischte den richtigen Abgang und machte super Werbung für Vorarlberg-Corratec.
Auf den schweren Schlussrunden mit dem Ziel in Massa Marittima hielt ich nicht mehr lange mit den Ersten mit und beendete das Rennen frühzeitig.
Die letzten drei Tage waren ein optimales Training bei Sonnenschein und Temperaturen über 10 Grad. Wer da zu Hause im Schnee blieb, ist selber Schuld ;-)
14. Februar, Giro di Grosseto
Wo vor einem Jahr die Zielankunft wegen zu engen und zu kurvigen Strassen annuliert wurde, spielte sich auch heuer bei neuer Streckenführung kurioses ab.
Die Vorentscheidung beim längsten Teilstück über 213 km fiel beim letzten Berg 15 km vor dem Ziel. Meine Vorarlberg-Corratec Teamkollegen brachten mich vor dem Anstieg in eine gute Position. Die Kräfte reichten, um mit den Ersten drüber zu fahren.
Im Sprint kämpfte ich mich nach vorne. Ein topten Platz in Griffnähe, folgte die ganze Gruppe dem Fernsehmotorrad, anstatt die letzten 300 m rechts abzubiegen. Den Sieg erbte der erste Abgehängte, der den richtigen Weg einschlug!
13. Februar, Giro di Grosseto

Nervöser Start in die Saison.
Beim Haupthinderniss des Tages gleich zu Beginn der Etappe musste ich bereits die Zähne zusammen beissen. Danach war es zwar flach, aber keinesfalls ruhig. Der starke Wind sorgte für Unruhe im Feld und führte zu zahlreichen Stürzen. Im Gegensatz zum letzten Jahr kam ich heute erfreulicherweise heil durch.
Nach einem Defekt unseres endschnellen Slowenen gegen Ende des Rennens, versuchten wir das Loch zum Feld wieder zu schliessen. Das Tempo war aber so hoch, dass wir es bis ins Ziel nicht mehr schafften.

28. Januar, Training im Tessin

Nach Mitte Januar, als wir an der Grundlage arbeiteten, trainiere ich zur Zeit erneut einige Tage im Tessin. Das Hotel Morobbia in Camorino, südlich von Bellinzona, ist ein optimaler Ausgangspunkt. Bei sonnigem Wetter und Temperaturen im tiefen zweistelligen Bereich, beginne ich mit den ersten Intensitäten. Zusammen mit Reto Hollenstein, Nazareno Rossi und Oliver Zaugg sind wir eine schlagfertige Gruppe ;-)
Durch das Langlaufen ist meine Kondition bereits auf einem guten Stand. Um mich richtig wohl zu fühlen, fehlen mir aber noch einige Strassenkilometer. Noch gut zwei Wochen, dann geht's los...