Berichte 2009

Berichte 2009/02

2. Dezember, Vertrag für 2010

Nach meiner Asienreise habe ich meinen Vertrag beim Team Vorarlberg-Corratec um ein weiteres Jahr verlängert und gleich mit dem Aufbau für die neue Saison begonnen. Die nächsten drei Wochen trainieren wir zu Sechst (Morabito, Hollenstein, Schär, Schwab, Wyss und ich) unter der Leitung von Jonas Leib im Centro Sportivo in Tenero. Im milden Tessiner Klima arbeiten wir an der Grundlagenausdauer und der Kraftausdauer. Das Beste am Ganzen, die Tage werden uns als Militärdienst anerkannt!

8. Oktober, Paris - Bourges

Super Saisonabschluss! Nachdem wir die 19 Fahrer umfassende Spitzengruppe verpassten, ich war gerade mit einem platten Hinterreifen beschäftigt, legten sich alle Fahrer vom Team Vorarlberg-Corratec kräftig ins Zeug, um die Gruppe wieder einzuholen. Mit der Unterstützung anderer Teams gelang uns die Einholung. Trotz der hügeligen Strecke blieben rund 80 Mann zusammen für den Sprint. Ich hatte noch die nötigen Reserven und wurde 7. Ein super Resultat zum Abschluss. Die Teamarbeit hat sich ausbezahlt.
Nun freue ich mich auf die verdienten Ferien. Danke für eure Treue in der vergangenen Saison und bis bald einmal, Dietzi

3. Oktober, Münsterland Giro

Schon früh bildete sich eine 5-er Spitzengruppe ohne unsere Beteiligung. Da der Wind die einzige Schwierigkeit darstellte, rechneten wir mit einem Massensprint. Weil Sebastian krankheitshalber fehlte, setzten wir auf Daniel. Ich fühlte mich nicht so gut. Der Temperatursturz der letzten Tage löste bei mir Halsschmerzen aus.
Zu meiner Überraschung wurde die Spitzengruppe nicht mehr gestellt. Sie retteten sich ganz knapp vor dem Feld ins Ziel.

18. September, GP de la Somme

Starker Auftritt vom Team Vorarlberg-Corratec in Frankreich. Als es erstmals richtig auf die Windkante ging setzten sich 35 Fahrer ab. René, Daniel, Reto und ich fanden unterschlupf. Nach einer fast 100km langen Verfolgung, stellte uns das Feld wieder. Kurz darauf löste sich eine 11-er Spitze mit Daniel Musiol. Das Rennen schien vorentschieden, doch einige Teams fuhren das Loch zu. Bei der nächsten 8-er Spitzengruppe ging René Weissinger mit. Auch diese wurde wieder eingeholt.
Ich konzentrierte mich auf den Sprint. Pascal und Reto unterstützten mich super. Wir fanden im Gerangel der letzten 3 abfallenden Kilometer immer wieder eine Lücke nach vorne. Nach der letzten Kurve 150m vor dem Ziel machte ich noch 2 Plätze gut und wurde 9!

16. September, GP Wallonien

Ein klasse Rennen in Belgien! Gute Strassen, ein ständiges auf und ab und die Zielankunft auf der Citadelle von Namur.
Nach ca. 150 der 200 km zerlegte ein Massensturz in der Abfahrt das Feld. Ich kam im Slalom an den Gestürzten vorbei und fand schnell wieder Anschluss an die Spitze.
Bis zur 3 km langen Schlusssteigung in Namur fielen noch einige Fahrer ab. Vom Team Vorarlberg-Corratec verblieben noch Musiol und ich. Musi brachte mich vor der Schlusssteigung in eine gute Position. Es gelang mir den Rhythmus der Ersten mitzugehen. Im Sprint gaben meine Beine aber nichts mehr her.
Dieses Rennen bestätigte mir einmal mehr, dass ich sehr gerne die wallonischen Frühjahrsklassiker fahren würde. Nun reisen wir direkt nach Frankreich, wo es am Freitag weitergeht.

13. September, Nürnberg

Das Rennen lief an uns vorbei. Zu Beginn setzten sich rund 40 Fahrer ab. Mit René hatten wir nur einen Mann mitdabei. Nach einiger Zeit fiel die Spitzengruppe auseinander und ein Teil, inkl. René, wurde wieder eingeholt. Es gelang uns danach nicht, die Nachführarbeit zu organisieren. Ein Grund dafür war auch, dass nur 6 Fahrer pro Team zugelassen waren.

30. August, Chateauroux Classic

Auf der flachen Strecke wollten wir mit Sebastian in den Massensprint kommen. Nach 40 km setzten sich 12 Mann ab. Zusammen mit den spanischen Teams organisierten wir die Nachführarbeit. Da meine Prellung am linken Oberschenkel bei maximalen Belastungen noch immer schmerzt, führte ich auch mit. Der Vorsprung von gut 3 Minuten wurde kontinuierlich kleiner, bis wir die Spitze bei Kilometer 150 mit noch 30 Sekunden Vorsprung unter Kontrolle hatten. Wie hart die Arbeit war zeigt die Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 50 km/h.
Als auf den Schlussrunden noch andere Teams mit frischen Kräften das Tempo machten, stieg ich aus. Sebastian klassierte sich im Sprint als guter 8.

28. August, Tour de Poitou Charentes

Mein linker Oberschenkel scheint mir doppelt so dick wie mein rechter. Sobald ich auf's linke Bein stehe, schmerzt es. Eine volle Kniebeugung ist nicht möglich! Mit diesen Vorzeichen schwand die Zuversicht für die letzte Etappe. Da ich im Gesamten gut klassiert bin, wollte ich es aber zumindest versuchen.
Das Rennen wurde eine Qual vom ersten bis zum letzten Kilometer. Nur Dank der vereinten Unterstützung meiner Teamkollegen erreichte ich das Ziel und verteidigte so den 12. Gesamtrang. Am Sonntag folgt noch ein Eintagesrennen hier in Frankreich. Ich hoffe die Prellung ist bis dann verheilt.

27. August, Tour de Poitou Charentes

5:45 Uhr Tagwache. Die Lust auf's Rad zu steigen hielt sich in Grenzen. Nach einer Runde auf der Strecke war mein Körper auf Betriebstemperatur. Ich zeigte ein gutes Zeitfahren. Der 17. Platz mit gut einer Minute Rückstand, brachte mich auf Rang 13 der Gesamtwertung.
Die 100 km am Nachmittag waren purer Stress. Auf den schmalen Strässchen herschte dichtes Gedränge. Keiner gab einen Zentimeter nach, da jederzeit Seitenwind drohte. 20 km vor dem Ziel war es so weit. Saxo Bank und Cervélo zerrissen das Feld. Dank der Hilfe von Daniel Musiol schaffte ich den Anschluss an die erste, rund 30 Mann starke Gruppe, gerade noch. Später schlossen nochmals einige Fahrer auf.
Auf dem letzten Kilometer wurde ich in einen Sturz um den Leader verwickelt. Ausser einer Prellung am linken Oberschenkel ist nichts passiert. Da sich der Sturz auf den letzten 3km ereignete, sollte ich zeitgleich mit der ersten Gruppe gewertet werden.

26. August, Tour de Poitou Charentes

Ein harter Arbeitstag während der 2. Etappe. Beim ständigen auf und ab gab es kaum eine ruhige Minute. Bis zur Verpflegung nach 100 km trank ich nur zwei Flaschen und ass gerade mal ein Brötchen, was normalerweise zu wenig ist!
Trotz allen Attacken gad es schlussendlich einen Massensprint. Da wir vom Team Vorarlberg-Corratec während der Etappe neben Matic auch Hasi, den Anfahrer für den Sprint verloren, kam Sebastian nicht ganz nach vorne.
Morgen wird ein langer Tag, an dem wir zweimal in die Hosen müssen. Am Morgen ein 22km Einzelzeitfahren und am Nachmittag eine 100 km Etappe.

25. August, Tour de Poitou Charentes

Der Auftakt zur Poitou Charentes war mehr oder weniger flach. Sehr kurvenreiche und teilweise schmale Strässchen sorgten aber für ein nervöses Rennen. Da wir für Sebastian einen Massensprint wollten, jagten wir mit anderen Teams die sieben Spitzenfahrer.
Für Action sorgte ein Bahnübergang. Als das Feld heranbrauste, begannen sich die Barrieren zu schliessen. Ich kam gerade noch durch und sah schon den Zug kommen! Der hinterste Drittel vom Feld musste anhalten. Fairerweise drosselten wir vorne das Tempo, damit alle wieder aufschlossen.
Lange sah es nach einem Massensprint aus, doch die Spitze vermochte gegen Ende nochmals zuzusetzen. Sie retteten auch dank den schlechten Strassen ein paar Sekunden ins Ziel.
Nun hoffen wir auf ein besseres Abendessen als gestern. Mehr als eine Gabel verkochte Pasta wollten sie uns nicht geben. Vive la France!

21. August, Interview radsport-news.de

Schweizer enttäuscht von seiner Saison

Dietziker: "Mit dem WM-Start wird es ganz eng"

Eine sehr unauffällige Saison absolviert bisher Andreas Dietziker (Vorarlberg-Corratec). Der 26 Jahre alte Schweizer, der sich im Vorjahr bei der Bayern-Rundfahrt denkbar knapp Christian Knees (Milram) geschlagen geben musste, wartet noch auf Spitzenplatzierungen, was seinen Aussichten auf einen WM-Start in Mendrisio nicht gerade förderlich ist.
Der Beginn war ganz gut, ich hatte einige schöne Platzierungen, so Dietziker im Gespräch mit Radsport News, aber dann im Juni, als ich wirklich gut fahren wollte, ist es leider nicht ganz aufgegangen, weshalb ich doch eher enttäuscht von meiner bisherigen Saison bin. Vor allem bei der Heimat-Rundfahrt, der Tour de Suisse, lief es nicht für den Allrounder, der sich mit einem siebten Platz auf der 2. Etappe als bestem Ergebnis zufrieden geben musste.
Ursachenforschung hat der Fünfte der Schweizer Straßenmeisterschaften längst betrieben. Schlussendlich sind viele, teilweise auch kleinere Dinge zusammen gekommen, darunter mein Unfall im Mai im Höhentrainingslager, als ich eine Nacht im Spital verbringen musste, so Dietziker, der sich damals eine Gehirnerschütterung zuzog. Danach bin ich zu schnell wieder ins Training eingestiegen, statt mir ein bisschen mehr Erholungszeit zu gönnen.
Jetzt hofft der Aadorfer, sich noch für das Schweizer WM-Aufgebot qualifizieren zu können. Allerdings startete er mit durchwachsenen Ergebnissen in die entscheidende Phase der WM-Vorbereitung. Einem ordentlichen Platz 14 bei den Hamburger Cyclassics, hier war Dietziker bester Fahrer seines Teams, folgten schwächere Auftritte bei den italienischen Eintagesrennen Tre Valli Varesine, Coppa Agostoni und Coppa Bernocchi. In der kommenden Woche stehen in Frankreich noch die kleine Rundfahrt Tour du Poitou Charentes (Kat. 2.1) und das Eintagesrennen Chateauroux Classic (Kat. 1.1) in Dietzikers Rennkalender.
Das sind noch schöne Rennen, in denen ich mich nochmal zeigen möchte, so Dietziker, aber leider starten im WM-Straßenrennen nur sechs Schweizer. Mal schauen, ob es für mich da noch reicht. Ein Start in Mendrisio würde den Vorarlberg-Kapitän ganz besonders freuen, denn, so Dietziker für mich wäre das ein Heimrennen, weil ich ja drei Jahre für den Veloclub Mendrisio fuhr. Aber ich denke, es wird für mich ganz eng.

20. August, Coppa Bernocchi

Zum Abschluss der Trittico Lombarda kam ich mit dem Feld ins Ziel.  
Am dritten Renntag in Italien machte mir die Hitze nichts mehr aus. Die Beine fühlten sich gut an. Bei der frühen Vorentscheidung, nach einer Rennstunde mit über 50 km/h, spielten wir vom Team Vorarlberg-Corratec keine Rolle.
Die Erkenntnis, dass es mir bei diesen drei schweren Rennen von Tag zu Tag besser lief, stimmt mich zuversichtlich für die nächsten Einsätze in Frankreich.

19. August, Coppa Agostoni

Erneut ein Hitzetag in Italien. Mir lief es etwas besser als gestern. Mitte Rennen platzte ich von der ersten Gruppe ab und stieg vorzeitig aus.

18. August, Tre Valli Varesine

Was für eine Hitzeschlacht in Italien. Die 35 Grad waren mir heute zu heiss. Ich bin den ganzen Tag am Schwitzen.
Besonders zu kämpfen hatte ich auf den schweren Runden um Luino zu Beginn. Dort fiel auch schon die Vorentscheidung, als sich 12 Fahrer absetzten.
Auf dem Weg nach Varese brach meine Hinterradfelge. Nach dem Wechsel liess ich viele Körner, um nochmals auf zu schliessen. Danach beschäftigte mich vor allem das Flaschen holen. Rund 8 Liter flossen während dem Rennen durch meinen Körper.
Bis morgen habe ich mich hoffentlich an die Hitze gewöhnt :-P

16. August, Vattenfall Cyclassics

Mitten in die Weltspitze bei den Vattenfall Cyclassics in Hamburg.
Bis zum 16% steilen Waseberg blieb das Tempo gemütlich. 3 Ausreisser wurden an der kurzen Leine gehalten. Dann ging es aber richtig zur Sache. Die Schwierigkeit lag bei der Anfahrt zum Waseberg. Die steile Abfahrt auf ganz engen Strassen zog das Feld in die länge. Über den Waseberg und die folgenden engen Passagen riss das Feld dann auseinander.
Da unser Sprinter Sebastian den Kontakt zur ersten Gruppe verlor, bekam ich freie Fahrt für den Sprint.
Bei der Rechtskurve nach der 2 km Marke, trieb es kurz vor mir einen Rabobankfahrer weit nach aussen. Dem versetzt dahinter folgenden Katjuscha Mann ging der Platz aus. Ich sah direkt zu, wie er links am Fusse des Absperrgitters hängen blieb und kopfvoran flog. Keine schönen Bilder!
Auf dem letzten Kilometer gewann ich danach noch viele Plätze und wurde ca. 15. Meine Beine waren gut, aber mir fehlte einer, der mich in Position gebracht hätte.
Nun bin ich gespannt über mein Abschneiden bei den schweren Rennen in Italien von Dienstag bis Donnerstag.

2. August, Dänemark Rundfahrt

Ende gut, alles gut!
Auf der letzten Etappe fuhr ich rund 30 harte Kilometer an der Spitze mit einem Dutzend Fahrer. Ein Team war zu zweit vertreten. Da einer dieser Zwei nicht mitführen wollte, gab es keine Harmonie. Wir bekriegten uns auf's Übelste, bis sich 4 Leute ohne das doppelt vertretene Team absetzten. Ich liess mich mit den anderen vom Feld einholen.
Auf den Schlussrunden in Kopenhagen fuhr alles wieder zusammen. Wir unterstützten unseren Sprinter Sebastian, der einen weiteren Sieg für das Team Vorarlberg-Corratec realisierte! Ein schöner Motivationsschub für die nächsten Rennen.

1. August, Dänemark Rundfahrt

Nach 2 Halbetappen neigt sich ein langer Tag dem Ende zu. Am Morgen jagten wir mit diversen Teams einer 4-er Spitzengruppe nach, um einen Massensprint zu bekommen. Dank Rückenwind schafften es die Flüchtlinge ins Ziel.
Am Abend folgte ein 15 km Zeitfahren. Ich fand einen guten Rhythmus, verlor aber viele Sekunden. Dieses Jahr sind wir in dieser Disziplin nicht konkurrenzfähig. Am heutigen Abend würde ich gerne in den Himmel über der Schweiz blicken und das Feuerwerk bestaunen.

31. Juli, Dänemark Rundfahrt

Bald nach dem Start bildete sich eine 9-er Spitze. Vom Team Vorarlberg-Corratec war Sebastian dabei. Es begann ein Verfolgungsrennen, da Lotto im Feld Tempo machte. Paarmal flog das Feld auf der Kante auseinander. Ausser bei einem Vorderraddefekt, der schnell behoben war, befand ich mich stets in der ersten Gruppe.
Vor den 3 Schlussrunden mit einer 500 m langen und 21% steilen Rampe nach dem letzten Kilometer, blieben noch ca. 40 Mann übrig. Unser Team brachte mich ganz nach vorne, wo ich voll ins Finale eingreifen konnte. Nach diversen Attacken verstückelte die Gruppe. Hinter dem Solosieger und einer kleinen ersten Gruppe behauptete ich mich in den ersten 10. Die Form passt.

30. Juli, Dänemark Rundfahrt

Pünktlich zum Start erreichte uns ein heftiges Gewitter. Sinntflutartiger Regen, Blitz und Donner verdunkelten den Tag. Dank dem starken Wind zog die Front aber rasch vorbei. Da traf mich plötzlich ein Stein im Gesicht. Direkt unterhalb der Brille. Ich war einen Moment benommen. Ausser einem blauen Fleck ist glücklicherweise nichts passiert.
Der heftige Wind sorgte für ein nervöses Rennen. Immer wieder bliess es von der Seite, wodurch sich das Feld an der Strassenkante aufreihte und in Gruppen auseinander fiel. Zwischenzeitlich setzte ich mich mit 16 Mann während einigen Kilometern ab. Saxo Bank fuhr das Loch wieder zu. Den entscheidenden Postabgang auf der Kante verpasste ich danach.

29. Juli, Dänemark Rundfahrt

Nach langer Pause freue ich mich an der Dänemark Rundfahrt wieder auf Radrennen. Der Auftakt lief gut für unser Team Vorarlberg-Corratec. René Weissinger zeigte sich den ganzen Tag in einer vierer Spitzengruppe.
Nachdem er auf den 3 Schlussrunden gestellt wurde, zeigten wir uns aktiv bei den Attacken. Es setzte sich aber niemand mehr entscheidend ab. Auf dem stark ansteigenden letzten Kilometer fehlte mir nach der Pause noch die Power, um vorne anzukommen.

18. Juli, Kriterium Hohenems

Überraschend erster Saisonsieg nach taktischer Meisterleistung! Direkt nach der Pause stieg ich erwartungslos ins Kriterium Hohenems. Mit 7 Startern war unser Team Vorarlberg-Corratec zahlenmässig überlegen. Da wir uns bei den Punktesprints nicht durchsetzen konnten, mussten wir das Feld auseinander reissen.
Nach diversen Fluchtversuchen bildete sich nach der Hälfte eine knapp 10 Mann starke Spitzengruppe. Mit Harry, Daniel und mir waren wir zu dritt vertreten. Ohne einen Punkt auf meinem Konto brauchte ich den Rundengewinn zum Sieg. Vor der zweitletzten Wertung fuhr ich auf und davon. Meine Teamkollegen hielten mir den Rücken frei. Nach einem Kraftakt erfolgte der Rundengewinn. Als ich ins Feld hineinfuhr sorgten die anderen 3 Teamkollegen sofort für Tempo, damit keinem weiteren Fahrer mehr der Rundengewinn gelang. Dank dieser klasse Teamleistung wurde der Sieg perfekt!

28. Juni, SM Strassenrennen

Bei der Strassen SM sah es lange gut aus für unser Team. In der 13-er Sitzengruppe waren wir zu dritt vertreten. Viele bekannte Gesichter puschten mich an. Als unser Moto Cancellara in der zweitletzten von 11 Runden auf's Gas drückte, vermochten ihm nur noch 2 Fahrer von BMC zu folgen. Dahinter mussten wir reagieren, bekamen aber kaum Unterstützung. Die Medaillen waren weg.
Mit einer starken Leistung beendete ich das Rennen als 5. Es ärgerte mich aber, dass wir nicht mehr aus der guten Ausgangslage rausholten.
Am kommenden Wochenende bin ich am Gigathlon zu sehen. Mehr als die Velostrecke tue ich mir aber nicht an ;-)
Danach gönne ich mir eine Auszeit
.

24. Juni, SM Zeitfahren

Für eine absolute Spitzenzeit fehlte mir die nötige Frische. Die Tour de Suisse steckt noch in den Knochen. Rubens hat sich den Titel nach seinem 2. Rang im Vorjahr verdient!
Nun werden die Beine bis am Sonntag wieder hochgelegt.

21. Juni, Tour de Suisse

Fürs Zeitfahren hatte ich nach dem bescheidenen Prolog keine Ambitionen mehr. Da es zwei Runden zu absolvieren galt, war die Strecke voll mit Fahrer. Zeitweise kurvten wir gleich zu viert herum! Da bekommt man auch mal ein bisschen Windschatten ;-)

20. Juni, Tour de Suisse

Gleich der erste Angriff sass. 4 Fahrer fuhren davon. Mir fehlte die Frische, um gleich mitzugehen.
Mit Rückenwind flogen die Kilometer vorbei. Bis zum Schlussanstieg, wo es im Gruppetto gemütlicher zu und her ging.

19. Juni, Tour de Suisse

Zum ersten Mal an dieser Tour de Suisse wurden wir richtig nass. Dazu wehte ein listiger Wind. Ich wollte in die Spitzengruppe, wie viele andere auch. So rasten wir über eine Stunde durch die Gegend. Eine Attacke nach der anderen, bis sich 4 Leute ohne mich absetzten.
Da ich mir im Schlussanstieg keine Chancen ausrechnete, attackierte ich auf den letzten Kilometern direkt bei der Einholung der Spitze. Bei vollem Gegenwind waren die Kräfte rasch aufgebraucht. Der Fernsehauftritt hat sich für unser Team jedenfalls gelohnt ;-)

18. Juni, Tour de Suisse

Auf meiner Heimetappe startete ich die erste Attacke kurz vor dem Eichberg. Zu fünft setzten wir uns ab, doch die Reaktion im Feld liess nicht auf sich warten. Nach unserer Einholung vermochte ich nicht mehr zuzusetzen.
Als die Meisten ihr Pulver verschossen hatten, setzte sich Reto alleine ab und machte erneut super Werbung für unser Team Vorarlberg-Corratec.
Die Besten des Tages ward ihr! Schon in Hundwil stand mein Name unübersehbar beim Rössli. Richtig Gänsehaut gab es in Aadorf. Leicht abgesetzt vom Feld genoss ich die Durchfahrt in vollen Zügen. Bei dieser Unterstützung drehten die Beine von alleine ;-)
Beim Massensprint spülte mich eine Welle 2 km vor dem Ziel nach hinten und so konnte ich nichts mehr ausrichten. Vielen Dank für diesen unvergesslichen Tag!

17. Juni, Tour de Suisse

Bei der Fahrt durchs Ländle zeigte Pascal eine beeindruckende Soloflucht. Für unser Team Vorarlberg-Corratec war das beste Werbung, da viele unserer Sponsoren dort ansässig sind.
Die Königsetappe wurde ihrem Namen gerecht. Ab dem Arlbergpass schloss ich mich dem Gruppetto an.
Nun freue ich mich auf die Fahrt durch Aadorf. Am liebsten vorne weg...

16. Juni, Tour de Suisse

Beim Einschreiben spürte man die Anspannung bei den Fahrern. Der Respekt vor dem Gotthard mit der Tremola war gross. Ich testete zum ersten Mal ein Chinesio-Tape. Beim linken Oberschenkel hatte ich gestern in der Massage starke Verhärtungen vorne in der Mitte. Der schön bunte Klebstreifen entlastete den Muskel während der Etappe. Tatsächlich fühlte er sich danach bei der Massage weicher an!
Beim Rennen war immer Tempo drin. Zum Glück blieb es trocken. Ich versteckte mich im Feld, wie zum Beispiel als wir mit 35 km/h den Sattel hinauf rasten.
Im Evangelischen Zentrum in Boldern haben wir keinen Fernseher im Zimmer. Anstatt Sport Aktuell zu schauen, gibt es darum vor dem Einschlafen eine besondere Lektüre. Im Nachttischchen liegt die Bibel mit 2400 Seiten ;-)

15. Juni, Tour de Suisse

Ein weiterer Tag unter der Kontrolle des Teams Saxo Bank. Mir war es recht so.
Die Gallerie auf dem Lukmanierpass war weniger toll. Auf der schmierig nassen Strasse rutschte das halbe Feld aus. Ich fuhr auf ein Velo eines gestürzten Fahrers und rutschte auch weg. Ohne schlimme Folgen.
Das Trikot für die Zwischensprints müssten wir an einen Fahrer aus der Spitzengruppe abgeben. Aus dem Massensprint in Lumino hielt ich mich raus.

14. Juni, Tour de Suisse

Starker Auftritt des Teams Vorarlberg-Corratec! In der Spitzengruppe machte Benetseder perfekte Werbung fürs Team und darf morgen im Trikot für die Zwischensprints starten. Als die Gruppe gestellt wurde, sammelte Silvere fleissig Punkte bei den Bergpreisen Richtung Davos.
Mein Fan-Klub leistete wieder tolle Unterstützung. Da die besten Sprinter abgefallen waren, glaubte ich an meine Chance. Reto brachte mich auf den letzten 2 km in eine super Position. Auf der Zielgeraden nahm ich Cancellaras Hinterrad, doch dieser zog nicht durch. Mit einem guten Sprint resultierte der 7. Platz. So nah war ich noch nie an einem TdS Etappensieg!
Schade nur, dass mich (Nr. 191) die Jury mit meinem Teamkollegen Siedler (Nr. 197) verwechselte. Damit entging mir einige Werbung.

13. Juni, Tour de Suisse

Eine Attacke zum Start, die Reserven zünden nach der Hälfte und ein langer Sprint zum Schluss. Ungefähr so bewältigte ich den Prolog zur Tour de Suisse. Die Zuschauer trieben mich vorwärts. Durch die Kurven mit vollem Risiko und am Ende auf's letzte Korn ausgepresst. Nur die Klassierung war nicht gerade berauschend.
Den Hammer neben der Strecke bot die Polizei im Fürstentum. Auf der Umfahrung vom Ziel zum Start für die sportlichen Leiter standen 3 mobile Radargeräte. Eines davon in der 30-er Zone! Da wollte jemand an der Tour verdienen ;-)

7. Juni, GP Gippingen

Zu Hause zu starten ist am Schönsten! Der lautstarke Beifall gibt mir jeweils einen Extraschub Motivation.
Um den Postabgang nicht zu verpassen, sprang ich sehr aufmerksam in die Gruppen. Durch den starken Wind und verschiedene Interessen entstand keine frühe Vorentscheidung.
Erst bei der letzten Passage über die Strickhöhe setzten sich 2 Mann ab. Zum Erstaunen vieler retteten sie sich ins Ziel. Um den 3. Rang spurtete noch ein riesen Feld. Ich getraute mich nicht richtig rein zu halten, wodurch ich schlecht positioniert war.
Dieses Wochenende drehten meine Beine schon besser als an der Bayern Rundfahrt. Von mir aus darf es bis zur Tour de Suisse so weitergehen ;-)

6. Juni, GP Schwarzwald

Den schweren GP Schwarzwald beendete ich in der 5. von 6 Runden vorzeitig. Pro Runde überwindeten wir satte 600 Höhenmeter! Die ersten 50 km bei strömenden Regen wurden sportlich gefahren. 8 Fahrer setzten sich ab und wurden nie mehr gesehen. Dahinter war das Feld auf 30 Mann geschrumpft. Vorübergehend zeigte sich die Sonne, was die 20% steile Abfahrt (mein Topspeed war 98km/h) gefolgt von einer scharfen 180 Grad Kurve ins Ziel, etwas entschärfte.
Als es in der 5. Runde wieder anfing zu regnen und dazu noch hagelte, stieg ich mit Blick auf morgen aus.